{"id":9106,"date":"2024-11-18T10:55:59","date_gmt":"2024-11-18T10:55:59","guid":{"rendered":"https:\/\/flex-power.energy\/?p=9106"},"modified":"2025-09-02T07:30:13","modified_gmt":"2025-09-02T07:30:13","slug":"aufdach-solaranlagen-bedrohen-energiewende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/flex-power.energy\/de\/energieblog\/aufdach-solaranlagen-bedrohen-energiewende\/","title":{"rendered":"PV-Freifl\u00e4che vs. kleine Aufdachanlagen: Warum Solaranlagen auf Hausd\u00e4chern die Energiewende gef\u00e4hrden"},"content":{"rendered":"<p>Bevor wir in die Argumentation einsteigen, wollen wir vier Dinge klarstellen:<\/p>\n<p style=\"\">01<\/p>\n<h3 id=\"t-1697788262330\"><span data-contrast=\"auto\" lang=\"EN-US\"><span data-contrast=\"auto\" lang=\"EN-US\">Kleine, meist private Aufdachanlagen (Anlagen &lt; 100 kWp) haben eine wichtige Rolle bei der Energiewende in Deutschland gespielt, insbesondere durch die Einbindung der Bev\u00f6lkerung und die Schaffung von politischem Momentum.<\/span><\/span><\/h3>\n<p>02<\/p>\n<h3 id=\"t-1697788262331\"><span data-contrast=\"auto\" lang=\"EN-US\"><span data-contrast=\"auto\" lang=\"EN-US\">Jeder und jede sollte die M\u00f6glichkeit haben, Solaranlagen auf dem eigenen Dach zu installieren. Die Frage ist nur, ob wir diese Praxis weiterhin so subventionieren sollten, wie wir es heute tun.<\/span><\/span><\/h3>\n<p style=\"\">03<\/p>\n<h3 id=\"t-1697788262332\" style=\"\"><span data-contrast=\"auto\" lang=\"EN-US\"><span data-contrast=\"auto\" lang=\"EN-US\"><span style=\"font-weight: normal;\">Es gibt noch viele weitere Subventionen und ineffiziente Strukturen im deutschen Energiesystem, die wir abschaffen sollten, vor allem die Subventionen f\u00fcr fossile Brennstoffe oder die Tatsache, dass wir zwar mehr als 800 Verteilnetzbetreiber, aber noch fast keine Smart Meter haben. Diese bekannten Ungereimtheiten sollten wir als Gesellschaft z\u00fcgig angehen, mit dem \u00fcbergeordneten Ziel, die Treibhausgasemissionen so schnell wie m\u00f6glich zu reduzieren. Das Ziel dieses Artikels ist es, eine weitere Ungereimtheit auf diese To-Do-Liste zu setzen.<\/span><\/span><\/span><\/h3>\n<p style=\"\">04<\/p>\n<h3 id=\"t-1697788262333\"><span data-contrast=\"auto\" lang=\"EN-US\"><span data-contrast=\"auto\" lang=\"EN-US\">Wenn Sie glauben, dass dieser Artikel Argumente gegen die Energiewende liefert, mit denen Sie sich f\u00fcr Kohle und Atomkraft stark machen k\u00f6nnen, h\u00f6ren Sie bitte jetzt auf zu lesen. Hier geht es nicht um die Frage, ob wir auf Wind- und in diesem Fall Solarenergie umsteigen sollten (eine ganz andere Diskussion, die wir mit einem einzigen <\/span><\/span><a href=\"https:\/\/www.ise.fraunhofer.de\/de\/veroeffentlichungen\/studien\/studie-stromgestehungskosten-erneuerbare-energien.html\" target=\"_blank\" style=\"outline: none;\">Argument <\/a><span data-contrast=\"auto\" lang=\"EN-US\"><span data-contrast=\"auto\" lang=\"EN-US\">abk\u00fcrzen wollen), sondern nur um das <em>Wie<\/em>.<\/span><\/span><\/h3>\n<h2 id=\"t-1691495644227\">Schnell ausbauen &#8211; Wo stehen wir heute?<\/h2>\n<p>Deutschland hat mit <a href=\"https:\/\/www.solarserver.de\/2024\/01\/19\/photovoltaik-zubau-im-dezember-2023-bei-882-mw-gesamtjahr-143-gw\/\" target=\"_blank\" style=\"outline: none;\">15 GW in 2023<\/a> ein Rekordniveau bei der Installation von Solaranlagen, mit einer PV-Jahresendkapazit\u00e4t von 81 GW, erreicht. Auch 2024 scheint auf dem besten Weg zu sein, einen knappen zweiten Platz bei den Neuinstallationen zu erreichen.<\/p>\n<p>Kleine Aufdachanlagen (d. h. Anlagen &lt; 100 kWp), die unter die staatliche Einspeiseverg\u00fctung fallen und daher weder die technischen M\u00f6glichkeiten noch den wirtschaftlichen Anreiz haben, auf Marktpreise zu reagieren, machen etwa <a href=\"https:\/\/pv.de\/news\/pv-zubau-im-august-2023-bei-1056-gwp\/\" target=\"_blank\" style=\"outline: none;\">2\/3 der zugebauten Kapazit\u00e4t<\/a> aus. Das bedeutet, dass 2023 etwa 10 GW an Aufdachanlagen zugebaut wurden. Deutschland und die Niederlande nehmen hier eine Sonderstellung ein. Die meisten L\u00e4nder in Europa, darunter <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/energie\/photovoltaik-warum-haben-spaniens-hausbesitzer-kaum-solaranlagen\/100065426.html\" target=\"_blank\" style=\"outline: none;\">Spanien<\/a>, aber auch L\u00e4nder au\u00dferhalb Europas, vor allem China, setzen auf Gro\u00dfanlagen (Freifl\u00e4che), w\u00e4hrend wir in unserem Land Kleinanlagen stark subventioniert haben. Jetzt beginnen sich die <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/posts\/lionhirth_achtung-strom%C3%BCberschuss-activity-7239226189599428608-hd7y\/\" target=\"_blank\">Probleme<\/a> zu zeigen.<\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"Balkendiagramm zum j\u00e4hrlichen Zubau von PV-Anlagen in Deutschland zwischen 2020 und 2024, aufgeschl\u00fcsselt nach Leistungsklassen von Kleinanlagen bis zu Gro\u00dfanlagen\" data-id=\"9181\" width=\"748\" data-init-width=\"748\" height=\"481\" data-init-height=\"481\" title=\"Brutto Zubau nach Jahren (Marktsammdaten Register)\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/flex-power.energy\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/pv-zubau-deutschland-leistung.jpg\" data-width=\"748\" data-height=\"481\" style=\"aspect-ratio: auto 748 \/ 481;\"><\/span><\/p>\n<p>Bruttozubau nach Jahren (<a href=\"https:\/\/www.marktstammdatenregister.de\/MaStR\/\" target=\"_blank\">Marktstammdatenregister<\/a>)<\/p>\n<p>Von den rund 81 GW PV-Anlagen entf\u00e4llt heute ein Drittel, d. h. 24 GW, auf die <a href=\"\/de\/services\/direktvermarktung\/\" style=\"outline: none;\">Direktvermarktung<\/a>, bei der PV-Strom aktiv auf den Spotm\u00e4rkten gehandelt wird. Rund 57 GW sind kleine Anlagen, die nicht aktiv gehandelt werden, weil sie unter eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.energie-experten.org\/erneuerbare-energien\/photovoltaik\/direktvermarktung\" target=\"_blank\" style=\"outline: none;\">feste Einspeiseverg\u00fctung fallen und weder einen finanziellen Anreiz noch die technischen Voraussetzungen<\/a>&nbsp;haben, auf die Signale des Netzes oder des Marktes zu reagieren. Soweit die Fakten.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal ist dies ein Beleg f\u00fcr die Erfolgsgeschichte der Energiewende, und bis zu diesem Punkt waren die meisten installierten kWp gro\u00dfartig. Was ist also unser Problem mit Solaranlagen auf Hausd\u00e4chern?<\/p>\n<p>Im Wesentlichen gibt es zwei Probleme:&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li>Das Wichtigste aus unserer Sicht sind die&nbsp;<strong>absurd hohen relativen Kosten<\/strong>&nbsp;und (vielleicht das aus politischer Sicht wichtigere)<\/li>\n<li>Die nicht regelbare Einspeisung&nbsp;<strong>bedroht die Stabilit\u00e4t<\/strong> des Energiesystems.<\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"t-1697788262334\">Lassen Sie uns mit den Kosten beginnen<\/h2>\n<p>Es ist nicht ganz einfach, konkrete Preise f\u00fcr kleine Aufdach-Solaranlagen zu bekommen. Nachdem wir einige Quellen \u00fcberpr\u00fcft haben (wir haben ein Angebot von Deutschlands bekanntestem Startup f\u00fcr PV-\/Speicher-Installationen erhalten), stellen wir fest, dass Aufdach-Solaranlagen mit qualitativ hochwertigen Zellen Gesamtkosten (einschlie\u00dflich Bau, Wechselrichter, Montagesystem usw.) von etwa 1.500 EUR\/kWp oder 15.000 EUR f\u00fcr eine 10 kWp-Aufdachanlage in Deutschland haben.<\/p>\n<p>Zum Vergleich: Eine 10 MW PV-Gro\u00dfanlage hat Turnkey-Kosten von ca. 500 EUR\/kWp (nach Angaben vieler unserer Kunden und <a href=\"https:\/\/www.sens-energy.com\/de\/news\/8-fakten-ueber-freiflaechen-photovoltaik\/#:~:text=Hierf%C3%BCr%20berechnen%20sich%20die%20Kosten,bei%20etwa%205%20Millionen%20Euro.\" target=\"_blank\" style=\"outline: none;\">\u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Informationen<\/a>), d. h. sie betragen etwa ein Drittel der Kosten einer Aufdachanlage. Das ist ein <strong>RIESIGER <\/strong>Unterschied. Der Grund daf\u00fcr ist, dass die Modulpreise so schnell gefallen sind, dass die Kosten, die nicht mit den Modulen zusammenh\u00e4ngen, wie Wechselrichter, Montagesysteme, elektrische Verkabelung, Installation und Inbetriebnahme usw., relativ an Bedeutung gewonnen haben. Einen Monteur auf ein einziges Dach zu schicken, ist einfach eine sehr kostspielige Methode, um ein Modul zu installieren, das immer weniger wert ist.<\/p>\n<p>Da die Kosten volatil und schwer kalkulierbar sind, kann es sein, dass wir diesen Unterschied ein wenig \u00fcber- oder untersch\u00e4tzen, aber er sollte f\u00fcr die Gesamtaussage keine Rolle spielen. Selbst ein relativer Kostenunterschied von 20 % w\u00e4re beim aktuellen Investitionsvolumen hoch, aber wir sprechen hier von einem <strong>Unterschied von 300 %<\/strong>! Wir laden aber jede Energieberatung ein, diese Zahlen einmal genauer als \u00fcber unsere &#8222;Bierdeckelrechnung&#8220; zu erheben.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\" id=\"t-1680033444095\">Zwischenbemerkung<\/h4>\n<p style=\"text-align: left; color: var(--tcb-color-4)  !important; --tcb-applied-color:var$(--tcb-color-4)  !important;\">Nach Leserfeedback haben wir erfahren, dass die Kosten f\u00fcr Aufdach-Anlagen in einem Best-Case-Szenario bei nur 1300 Euro pro kWp liegen und jene f\u00fcr Freifl\u00e4chenanlagen im Worst-Case auch bei rund 600 Euro pro kWp liegen k\u00f6nnen. An unserer Einsch\u00e4tzung aus volkswirtschaftlicher Perspektive \u00e4ndern diese Szenarien leider wenig, da die Kosten f\u00fcr Aufdach-Anlagen noch immer ein Vielfaches der Kosten von Freifl\u00e4chenanlagen betragen.<\/p>\n<p>Spielt dieser Unterschied eine Rolle bei den Gr\u00f6\u00dfenordnungen an Zubau, \u00fcber die wir hier sprechen? Die Antwort lautet: JA, und zwar massiv. H\u00e4tten wir die 10 GW, die wir f\u00fcr D\u00e4cher verwendet haben, als Freifl\u00e4chen-Solarkraftwerke (Utility-Scale) installiert, h\u00e4tten wir die Kostendifferenz dieser 10 GW eingespart, d. h. 10.000.000 kWp * 1.000 EUR = <strong>10 Milliarden EUR pro Jahr <\/strong>(oder sieben Milliarden, wenn wir die optimistischen Zahlen aus unserer Zwischenbemerkung oben annehmen). Das sind die j\u00e4hrlichen volkswirtschaftlichen Mehrkosten f\u00fcr die Montage von Solaranlagen auf D\u00e4chern. Damit k\u00f6nnte in zwei Jahren das gesamte geplante Wasserstoffnetz in Deutschland oder viele andere Projekte finanziert werden.<\/p>\n<p>Die deutsche Wirtschaft k\u00e4mpft derzeit mit relativ hohen Energiekosten und einer Rezession inmitten eines anhaltenden Krieges in Europa, der zus\u00e4tzlichen Druck auf die Wirtschaft und die Preise aus\u00fcbt. Und Deutschland baut winzige Anlagen f\u00fcr erneuerbare Energien in einem Umfang, der um den Faktor 3 nicht wettbewerbsf\u00e4hig ist! Diese Kosten sind eine echte Bedrohung f\u00fcr die wirtschaftliche Tragf\u00e4higkeit der Energiewende, und kein Land wird bei diesen zus\u00e4tzlichen Energiekosten langfristig wettbewerbsf\u00e4hig sein. Vor allem wenn es sich daf\u00fcr entscheidet, Geld f\u00fcr eine ineffiziente Versorgungsstruktur in gro\u00dfem Ma\u00dfstab zu verschwenden.<\/p>\n<h2 id=\"t-1731570206361\">Warum wird trotzdem noch in Solaranlagen auf Hausd\u00e4chern investiert, wenn es so teuer ist?<\/h2>\n<p>Die einfache Antwort ist, dass sie stark subventioniert werden, direkt, aber vor allem indirekt. F\u00fcr Solaranlagen auf D\u00e4chern, die den Strom teilweise ins Netz einspeisen und teilweise selbst verbrauchen, gilt eine feste Einspeiseverg\u00fctung von etwa 8 ct. \/kWh oder 80 EUR\/MWh. Das ist zwar h\u00f6her als die rund 55 EUR\/MWh, die f\u00fcr gro\u00dfe Solaranlagen im Netz gezahlt werden, aber das ist eigentlich nicht das Problem. Keine Aufdach-Solaranlage w\u00fcrde installiert werden, wenn sie allein auf diese Verg\u00fctung angewiesen w\u00e4re. Das <strong>Gesch\u00e4ftsmodell ist Eigenverbrauch<\/strong> und <strong>Steuerersparnis<\/strong>.<\/p>\n<p>Wenn ich meinen eigenen Solarstrom verbrauche, anstatt Strom aus dem Netz zu beziehen, spare ich rund 170 EUR\/MWh oder 17 ct.\/kWh an Netzentgelten, Stromsteuer und anderen Zuschl\u00e4gen, die ich sonst zahlen m\u00fcsste. Wenn wir davon ausgehen, dass unsere 57 GW Solaranlagen auf D\u00e4chern 57 TWh\/Jahr produzieren und 50 % dieser Produktion selbst verbraucht werden (d. h. 28,5 TWh bei 170 EUR\/MWh), dann haben wir fehlende Geb\u00fchren in H\u00f6he von 4,84 Milliarden EUR pro Jahr.<\/p>\n<p>Das ist eine gute Nachricht f\u00fcr relativ wohlhabende Hausbesitzer, die diese Geb\u00fchren nicht zahlen m\u00fcssen, aber Spa\u00df beiseite, irgendjemand zahlt diese Kosten, und das sind meist wir alle, die keine eigene Solaranlage auf dem Dach haben. Wir zahlen daf\u00fcr durch h\u00f6here Netzentgelte und andere Aufschl\u00e4ge. Diese unbezahlten Kosten steigen bei neueren Anlagen in der Regel massiv an, da 70 % der neuen Anlagen mit einem Heimspeichersystem ausgestattet sind. Dadurch wird die Menge des selbst verbrauchten Stroms und damit auch die H\u00f6he der unbezahlten Geb\u00fchren und Zuschl\u00e4ge erh\u00f6ht. Die Einnahmebasis f\u00fcr diese Geb\u00fchren schrumpft weiter und alle, die diese Investition nicht t\u00e4tigen k\u00f6nnen, zahlen mehr. Dies ist ein reiner Transfer von den relativ weniger Wohlhabenden zu denjenigen, die eine Dachfl\u00e4che und genug Geld f\u00fcr eine PV-Anlage besitzen.<\/p>\n<p><em>Segway: Heimspeichersysteme sind im Wesentlichen mit denselben Problemen konfrontiert wie Solaranlagen auf D\u00e4chern, aber wir konzentrieren uns hier nur auf ein Problem.<\/em><\/p>\n<p>Aber wir sind noch nicht fertig: Seit 2023 entf\u00e4llt die Mehrwertsteuer (eigentlich 19 %) f\u00fcr Solaranlagen auf D\u00e4chern unter 30 kWp (eine weitere Subvention in H\u00f6he von 2 Mrd. EUR, wenn wir davon ausgehen, dass 8 GW an Neuinstallationen in diese Kategorie fallen). Dar\u00fcber hinaus sind die Einnahmen f\u00fcr die ins Netz eingespeiste Energie von der Einkommens- oder Gewerbesteuer befreit, was ebenfalls fragw\u00fcrdig ist.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass kleine PV-Anlagen oft von g\u00fcnstigen und subventionierten KfW-Kreditprogrammen profitieren, die niedrigere Zinss\u00e4tze als die Marktzinsen anbieten. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen diese Anlagen von speziellen Abschreibungsmethoden profitieren, die einen weiteren Steuervorteil bieten. Hier ins Detail zu gehen, w\u00fcrde jedoch einen viel l\u00e4ngeren Blog-Beitrag erfordern.<\/p>\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass Solaranlagen auf D\u00e4chern im Vergleich zu netzgebundenen Anlagen extrem teuer sind und dass der Hauptgrund f\u00fcr die Installation dieser Anlagen ein B\u00fcndel von Subventionen ist, die von der Allgemeinheit bezahlt werden.<\/p>\n<h2 id=\"t-1731570206362\">Aber es stellt sich die Frage: Ist diese Subventionierung gerechtfertigt?<\/h2>\n<p>Das k\u00f6nnte der Fall sein, wenn D\u00e4cher die besten Standorte f\u00fcr Solaranlagen w\u00e4ren, weil wir einfach nicht genug Platz haben, und\/oder wenn die (indirekten) Subventionen, die in Form von nicht erhobenen Netzentgelten und Zuschl\u00e4gen gezahlt werden, gerechtfertigt w\u00e4ren, weil diese Aufdachanlagen die Netzkosten massiv senken.<\/p>\n<p>Auch wenn die Nutzung bereits versiegelter Fl\u00e4chen auf D\u00e4chern intuitiv klug erscheinen mag, ist das <a href=\"https:\/\/www.agrarheute.com\/markt\/marktfruechte\/bodenpreise-brechen-alle-rekorde-so-viel-geld-kostet-acker-2022-612424#:~:text=Das%20zeigen%20die%20aktuellen%20Daten,30.000%20Euro%20je%20Hektar%20gesprungen.\" target=\"_blank\" style=\"outline: none;\">Problem der Fl\u00e4chenknappheit weitaus geringer<\/a>, als viele denken. Sie k\u00f6nnen in Deutschland problemlos Land f\u00fcr PV-Anlagen zu einem Preis von weniger als 3 EUR pro Quadratmeter kaufen.<\/p>\n<p>Nehmen wir an, ich verwende die 10 Milliarden EUR, die in einem einzigen Jahr f\u00fcr PV-D\u00e4cher verschwendet werden, um Land zu kaufen. Ich k\u00f6nnte 333.333 Hektar Land kaufen, auf denen ich 333 GW PV-Anlagen bauen k\u00f6nnte (viermal so viel wie heute in ganz Deutschland installiert sind). Nach Angaben des <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/klima-energie\/erneuerbare-energien\/photovoltaik\/photovoltaik-freiflaechenanlagen#flacheninanspruchnahme-durch-photovoltaik-freiflachenanlagen\" target=\"_blank\" style=\"outline: none;\">Umweltbundesamtes <\/a>ben\u00f6tigen wir nur 63.000 Hektar zus\u00e4tzlich, um die PV-Ausbauziele zu erreichen, also insgesamt 0,3 % der deutschen Landfl\u00e4che. Im Vergleich dazu werden derzeit <a href=\"https:\/\/biogas.fnr.de\/service\/presse\/presse\/aktuelle-nachricht\/anbau-nachwachsender-rohstoffe-2022-auf-knapp-26-mio-hektar-oder-etwa-einem-sechstel-der-landwirtschaftlichen-flaeche\" target=\"_blank\" style=\"outline: none;\">1.410.000 Hektar oder 4 % der deutschen Landfl\u00e4che f\u00fcr die energetisch weit weniger effektive Biogasproduktion genutzt<\/a>, sodass die Suche nach 0,3 % der deutschen Landmasse ein relativ kleines Problem darstellt. Nochmals: Land ist nicht das Problem!<\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"Karte der Fl\u00e4chennutzung in Deutschland mit Wald, Landwirtschaft, Wohnen und Verkehr sowie erneuerbaren Energien (Windkraft, PV, Energiepflanzen)\" data-id=\"9836\" width=\"581\" data-init-width=\"768\" height=\"710\" data-init-height=\"939\" title=\"Fl\u00e4chenverbrauch in Deutschland\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/flex-power.energy\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/flaechennutzung-deutschland-erneuerbare.jpg\" data-width=\"581\" data-height=\"710\" style=\"aspect-ratio: auto 768 \/ 939;\"><\/span><\/p>\n<h2 id=\"t-1731570206363\">Was ist mit dem Netz?<\/h2>\n<p>Das zweite Argument, das wir h\u00e4ufig h\u00f6ren, um die hohen Subventionen f\u00fcr Solaranlagen auf D\u00e4chern zu rechtfertigen, ist der ebenfalls intuitiv klingende Hinweis, dass der Eigenverbrauch die Netzkosten senkt. Das ist nicht nur falsch, sondern das Gegenteil ist der Fall.<\/p>\n<p>Wir bezweifeln, dass von den 4 Millionen Solarhaushalten auf D\u00e4chern mehr als 100 v\u00f6llig autark sind und ohne Netzanschluss auskommen k\u00f6nnen. Da Netze in ihrer Beschaffenheit sehr kapitalintensiv sind, spielt es f\u00fcr die Netzkosten fast keine Rolle, ob man das Netz 24 Stunden am Tag oder nur 12 Stunden am Tag nutzt. Die Kosten sind weitgehend dieselben. Daher f\u00fchrt eine geringere Netznutzung durch den teilweisen Eigenverbrauch nicht wirklich zu einer grunds\u00e4tzlichen Kostensenkung. Das Argument, dass der Eigenverbrauch die Netzkosten grundlegend senkt, ist in etwa so \u00fcberzeugend wie die Behauptung, dass die Kosten f\u00fcr den Stra\u00dfenbau erheblich sinken, wenn einige Leute die Stra\u00dfen nur die H\u00e4lfte der Zeit nutzen. Der teure Teil von CAPEX-Investitionen ist die Erstinvestition, nicht die Instandhaltung. Das bringt uns zu dem wichtigeren Punkt, n\u00e4mlich dass nicht regulierbare Solaranlagen auf den D\u00e4chern zunehmend die Netzstabilit\u00e4t gef\u00e4hrden.<\/p>\n<h2 id=\"t-1731570206364\">Aufdach-Solaranlagen bedrohen das Stromnetz<\/h2>\n<p>Ein weiteres falsches Argument f\u00fcr die Nutzung von Solarenergie auf D\u00e4chern ist die Entlastung des Stromnetzes w\u00e4hrend der Nachfragespitzen. Wir haben die h\u00f6chste Nachfrage in den Abendstunden zwischen 19 und 20 Uhr im Dezember, und wie Sie vielleicht schon vermutet haben, scheint die Sonne zu dieser Zeit nicht. Im Gegenteil, wir haben immer mehr Situationen, in denen zu viele nicht regelbare Aufdach-Solaranlagen das Netz bedrohen.<\/p>\n<p>Der Strommarkt ist so strukturiert, dass Kraftwerke nur dann produzieren, wenn sie <a href=\"\/de\/school-of-flex\/grenzkosten\/\" style=\"outline: none;\">mit dem Verkauf ihres Stroms auf den so genannten Spotm\u00e4rkten<\/a>, wie dem Day-Ahead- oder Intraday-Markt, Geld verdienen. Das bedeutet, dass die Preise h\u00f6her sein m\u00fcssen als ihre variablen Kosten, damit sich die Produktion lohnt. Wenn es also eine \u00dcberproduktion gibt, sollten die Preise so weit sinken, dass das Angebot sinkt, bis es die Nachfrage deckt. Wenn dies nicht geschieht, haben wir ein echtes Problem.<\/p>\n<p>Erneuerbare Energien haben keine variablen Kosten, so dass sie tendenziell bis zu einem Preis von 0 EUR\/MWh produzieren <a href=\"\/de\/energieblog\/wirtschaftlichkeit-abregelung-wind-solar\/\" style=\"outline: none;\">und solche mit Subventionen bis zu einem Niveau von vielleicht -100 EUR\/MWh<\/a>. Danach sollten sie die Produktion einstellen. Soweit die Theorie, bei FlexPower wird das in der Praxis mit gr\u00f6\u00dferen Anlagen so auch umgesetzt. Theoretisch stellen also alle die Produktion ein und der Markt reguliert sich selbst.<\/p>\n<h2 id=\"t-1731570206365\">Unflexible Stromerzeugung<\/h2>\n<p>Wir haben etwa 8 GW konventionelle Must-Run-Kapazit\u00e4t auf dem Markt, die Strom als Nebenprodukt liefert oder verschiedene Netzdienstleistungen erbringt oder einfach zu unflexibel ist. Diese Must-Run-Kapazit\u00e4t wird auch bei extrem negativen Preisen nicht abgeschaltet wird. 8 GW war die niedrigste konventionelle Tagesproduktion, die bei extrem negativen Preisen am 12. Mai 2024 beobachtet wurde, daher die Zahl.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus haben wir einen gewissen Anteil an netzgekoppelten Anlagen f\u00fcr erneuerbare Energien, die aus Gr\u00fcnden, die wir nicht wirklich verstehen k\u00f6nnen, nicht auf Preissignale reagieren und die wir auch bei extrem negativen Preisen in Betrieb sind.<\/p>\n<p>Und vor allem haben wir eine Vielzahl von bereits installierten Aufdach-Solaranlagen, die weder die technischen M\u00f6glichkeiten noch den wirtschaftlichen Anreiz haben, bei Netz\u00fcberlastung die Stromerzeugung abzuschalten. Diese Anlagen k\u00f6nnen und werden nicht auf ein \u00fcberlastetes Netz reagieren.<\/p>\n<h2 id=\"t-1731570206366\">Betrachten wir ein Beispiel<\/h2>\n<p>An Tagen mit geringer Nachfrage, wie z. B. Ostersonntag, kann die Nachfrage w\u00e4hrend der Sonnenstunden auf bis zu 40 GW sinken, z. B. zwischen 13 und 14 Uhr nachmittags. Nehmen wir nun an, es ist ein sehr sonniger Tag und von unseren 57 GW Solaranlagen auf D\u00e4chern produzieren 60 % (was eine Menge w\u00e4re), also 34,2 GW. Zus\u00e4tzlich haben wir die 8 GW konventionelle Must-Run-Kapazit\u00e4t.<\/p>\n<p>Hinzu kommen 14 GW netzgekoppelte Solarenergie, 20 GW Windenergie und 5 GW Biomasse (insgesamt 39 GW netzgekoppelte erneuerbare Energien). Wenn die Preise niedrig genug sind, werden diese erneuerbaren Energien auf dieses Signal reagieren und ihre Produktion abregeln, aber nicht alle werden dies aus verschiedenen Gr\u00fcnden tun. Seien wir jedoch optimistisch und nehmen an, dass ein Rekordwert von 70% dieser Kapazit\u00e4t heruntergefahren wird, so dass 11,7 GW an netzgekoppelter erneuerbarer Erzeugung verbleiben.<\/p>\n<p>Jetzt haben wir:<\/p>\n<p>Nachfrage = 40 GW<\/p>\n<p>Angebot = 8 GW konventionell muss laufen + 34,2 GW nichtregelbare Solarenergie auf D\u00e4chern + 11,7 GW netzgekoppelte erneuerbare Energien<\/p>\n<p>= 53,9 GW<\/p>\n<p>Seien wir optimistisch und nehmen wir an, dass wir 8 GW an unsere Nachbarn exportieren k\u00f6nnen, was sehr hoch ist, weil sie am Ostersonntag auch eine niedrige Nachfrage und viele erneuerbare Energien haben. Jetzt haben wir ein \u00dcberangebot von:<\/p>\n<p>53,9 GW &#8211; 8 GW Export &#8211; 40 GW Nachfrage = 5,9 GW \u00dcberschuss.<\/p>\n<p>Und was passiert jetzt? Wir haben eine \u00dcberkapazit\u00e4t, die der von etwa 5 Kernkraftwerken entspricht, die auf Vollast laufen und das Netz \u00fcberlasten. Das letzte Mittel des Marktes sind 3 GW negative Regelleistung, die von den \u00dcbertragungsnetzbetreibern vorgehalten werden und die sie herunterregeln k\u00f6nnen. Nach dieser letzten Notma\u00dfnahme verbleiben uns also 2,9 GW \u00dcberschussleistung.<\/p>\n<p>Und jetzt? Die ehrliche Antwort ist, dass das niemand wirklich wei\u00df. Der Intraday-Markt w\u00fcrde sich nicht ger\u00e4umt werden, und die Preise w\u00fcrden bei -9,999 EUR\/MWh verharren. Die Netzfrequenz k\u00f6nnte auf bedrohliche Werte von 50,2 Hertz ansteigen, bei denen sich die Solarwechselrichter abschalten w\u00fcrden. Schon zu diesem Zeitpunkt w\u00fcrden Maschinen besch\u00e4digt werden, und die lokalen Netzbetreiber m\u00fcssten m\u00f6glicherweise ganze Gebiete vom Netz nehmen (lokale Brownouts), um das System zu sch\u00fctzen. Ich denke, dass meine Heimatregion im solarreichen S\u00fcdbayern die erste w\u00e4re, die schwarz wird.<\/p>\n<p>Sie werden vielleicht denken, dass wir hier Horrorszenarien malen, aber nichts davon ist \u00fcbertrieben oder weit hergeholt. Wir haben Minimalpreise von -500 EUR\/MWh Day-Ahead und Minimalpreise von -9.999 EUR\/MWh Intraday in den Jahren 2023 und 2024 gesehen. Sie k\u00f6nnen sich vorstellen was die BILD Zeitung am n\u00e4chsten Tag auf dem Titel hat. Wenn dieses Worst-Case-Szenario nicht in diesem Jahr eintritt, dann wird es im n\u00e4chsten oder \u00fcbern\u00e4chsten Jahr eintreten, wenn der Ausbau von Solaranlagen auf D\u00e4chern weitergeht. Es ist wirklich keine Frage des ob, sondern des wann. Zum Gl\u00fcck hat die <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/bundesnetzagentur-chef-klaus-mueller-es-droht-stress-im-stromnetz-110113860.html\" target=\"_blank\">BNetzA das Problem zumindest erkannt<\/a> und warnt vor Konsequenzen.<\/p>\n<p>Ach ja, und wer bezahlt den Stromverkauf f\u00fcr -9.999 EUR? Das w\u00e4ren die \u00dcbertragungsnetzbetreiber, die sich das Geld \u00fcber den EEG-Topf, also aus dem Bundeshaushalt, zur\u00fcckholen w\u00fcrden. Wohlgemerkt: Wir als H\u00e4ndler profitieren in solchen Situationen in der Regel, weil wir die Preisvolatilit\u00e4t m\u00f6gen; zahlen muss der Kunde und der Steuerzahler.<\/p>\n<h2 id=\"t-1731570206367\">Was ist also zu tun?<\/h2>\n<p>Die elegante Antwort ist nat\u00fcrlich: Es werden ab sofort nur noch Solaranlagen installiert, die auf die Marktpreise reagieren, es werden (hoffentlich) viele netzdienliche Speicher installiert und es wird daf\u00fcr gesorgt, dass Millionen von Elektrofahrzeugen in diesen Situationen die Nachfrage erh\u00f6hen, um das Netz auszugleichen. Das ist alles richtig, aber es ist noch Jahre entfernt. Im Status quo haben die meisten Haushalte keine Smart Meter, keine Smart-Meter-Gateways und keine Fernsteuerungseinheiten f\u00fcr ihre Solaranlagen, die allesamt eine Mindestvoraussetzung f\u00fcr die Umsetzung all dieser eleganten L\u00f6sungen w\u00e4ren. Machen wir uns also nichts vor: Wir haben derzeit einfach keine kurzfristige L\u00f6sung! <a href=\"https:\/\/www.pv-magazine.de\/2024\/11\/11\/enpal-und-1komma5-warnen-vor-blackout-durch-ungeregelte-photovoltaik-anlagen\/\" target=\"_blank\" style=\"outline: none;\">Enpal und 1Komma5, die auch vor der Gefahr durch ungeregelte Aufdach PV<\/a> warnen werden hier sicherlich widersprechen, da beide hier vielversprechende L\u00f6sungen anbieten. Jedoch bezweifle ich, dass diese L\u00f6sungen im Wettbewerb mit Freifl\u00e4chen Anlagen und Gro\u00dfspeichern bestehen werden, sobald alle indirekten Subventionen f\u00fcr Kleinanlagen abgebaut sind. Jedoch sind wir hier wettbewerbsoffen und lassen uns gerne das Gegenteil beweisen.!<\/p>\n<p>Kurzfristig muss die (neue) Regierung daher vor allem eines tun: alle Subventionen abschaffen, die speziell f\u00fcr Aufdachanlagen gew\u00e4hrt werden. Dies w\u00fcrde die Wettbewerbsbedingungen zwischen Aufdach- und Freifl\u00e4chenanlagen angleichen und den Ausbau der sehr teuren (und derzeit unflexiblen) Technologie Photovoltaik auf Hausd\u00e4chern deutlich verlangsamen. Dar\u00fcber hinaus halten wir folgende Punkte f\u00fcr sinnvoll<\/p>\n<ol>\n<li>Einf\u00fchrung <a href=\"https:\/\/neon.energy\/Neon-Individuelle-Netzentgelte.pdf\" target=\"_blank\">zeitvariabler Netzentgelte<\/a> von 0 EUR\/MWh w\u00e4hrend der Spitzenzeiten der Solareinspeisung, wodurch der relative Wert der Aufdach-Subventionierung sinkt, und Erh\u00f6hung der Geb\u00fchren f\u00fcr die Netzanschlusskapazit\u00e4t anstelle des Energieverbrauchs.<\/li>\n<li>(Wieder)Einf\u00fchrung der Mehrwertsteuer auf Solaranlagen sowie die Erhebung von Einkommens- und Gewerbesteuern f\u00fcr kleine Solaranlagen und<\/li>\n<li>Regelung, dass Solaranlagen auf D\u00e4chern fernsteuerbar sein m\u00fcssen (wie alle gr\u00f6\u00dferen Anlagen), um sie in Zeiten der \u00dcberproduktion sicher abschalten zu k\u00f6nnen. Der aktuelle EnWG-Entwurf geht in diese Richtung, ist aber noch nicht konsequent genug, um ein aktives Trading f\u00fcr s\u00e4mtliche PV-Anlagen vorzuschreiben.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir sind uns durchaus bewusst, dass diese Vorschl\u00e4ge den Markt f\u00fcr private Aufdachanlagen wahrscheinlich erheblich verlangsamen w\u00fcrde. Aber wir sollten uns wirklich fragen, ob es eine gute Idee ist, kleine und momentan nichtregelbare Einheiten einer Technologie, die die Systemstabilit\u00e4t bedrohen, in einzelnen H\u00e4usern zu installieren und relativ reiche Mitglieder der Gesellschaft auf Kosten aller anderen zu subventionieren, w\u00e4hrend die Effizienz unseres Energiesystems gef\u00e4hrdet wird. Wenn die <a href=\"https:\/\/www.pv-magazine.de\/unternehmensmeldungen\/old-solar-versus-new-solar-was-steckt-eigentlich-hinter-dem-konflikt\/\" target=\"_blank\">\u201eNew Solar\u201c-Revolution<\/a> funktioniert und wir kosteneffiziente, intelligente und regulierte Solarsysteme ohne (versteckte) Subventionen haben k\u00f6nnen, werden wir die Ersten sein, die den Wandel begr\u00fc\u00dfen. Doch entgegen den Behauptungen einiger sexy Startups sind wir heute noch nicht so weit.<\/p>\n<h2 id=\"t-1731570206368\">Die Privatperson: Sollte ich eine Photovoltaikanlage auf meinem Dach installieren?<\/h2>\n<p>Wenn Sie glauben, dass 25.000 EUR f\u00fcr eine 10-kWp-Photovoltaikanlage und eine 10-kWh-Batterie inklusive aller Subventionen eine gute und umweltfreundliche Investition sind, sollten Sie noch einmal nachdenken. Wenn Sie vor 20 Jahren 25.000 EUR in den <em>Standard-iShares Core S&amp;P 500 ETF<\/em> investiert h\u00e4tten, h\u00e4tten Sie heute 152.622 EUR, was einer j\u00e4hrlichen Rendite von 9,5 % entspricht.<\/p>\n<p>Vergleichen wir dies mit dem Angebot eines bekannten deutschen Start-ups, das Ihnen einen All-in-Energiepreis von rund 5ct\/kWh f\u00fcr etwa 5.000 kWh\/Jahr garantiert, wenn Sie diese Investition t\u00e4tigen und seine Dienste nutzen. Mit dem ETF h\u00e4tten Sie 152.622 EUR &#8211; 25.000 EUR = 127.622 EUR verdient. Mit diesem Geld h\u00e4tten Sie 425.406 kWh Energie zu einem Preis von 30 ct\/kWh oder 21.270 kWh pro Jahr kaufen k\u00f6nnen! Sie haben also die Wahl zwischen 5.000 kWh f\u00fcr 5 ct\/kWh oder <strong>21.270 kWh zum Nulltarif<\/strong>. Aber vielleicht wollen Sie Ihr Geld gerne in gr\u00fcne Energie investieren? Prima, dann h\u00e4tten Sie den <em>Global X Renewable Energy Producers ETF (RNRG)<\/em> kaufen k\u00f6nnen, der nur in gr\u00fcne Anlagen (in gro\u00dfem Ma\u00dfstab) investiert, mit einer annualisierten Rendite von 7 %. Dadurch h\u00e4tten Sie 96.742 EUR verdient, so dass 71.742 EUR f\u00fcr den Kauf von Strom \u00fcbrig geblieben w\u00e4ren, was Ihnen bei 30 ct. pro kWh immer noch erlaubt h\u00e4tte, 16.124 kWh zu kaufen (also kostenlosen Strom f\u00fcr diesen Betrag). Ach ja, und nach fr\u00fchestens 20 Jahren muss bei einer kombinierten Dach- und Batterieanlage die Anlage auf dem Dach und im Keller erneuert werden, w\u00e4hrend beim ETF immer noch 25.000 EUR auf der Bank (also \u201enur\u201c 25k wenn Sie alle Gewinne verwendet haben um Strom zu kaufen) liegen. Also, PV\/Batterie in Ihrem Haus, trotz aller Subventionen: ein schlechtes Gesch\u00e4ft, wenn Sie mich fragen.<\/p>\n<p>Nehmen wir all dies zusammen, ist die Schlussfolgerung meiner Meinung nach klar: Unser geliebtes Baby, die erneuerbaren Energien, sind erwachsen geworden und haben sich zu einem ernstzunehmenden Industriezweig entwickelt. Auch auf der Anlagenebene. Ich finde es gro\u00dfartig, dass sich Hausbesitzer an diesem Projekt beteiligen wollen, aber genauso wenig, wie wir unsere Lebensmittelversorgung auf Leute st\u00fctzen sollten, die in ihrem Garten Gem\u00fcse anbauen, sollten wir unser Energiesystem auf kleine, teure und ineffiziente Einheiten aufbauen, die die Systemstabilit\u00e4t aktuell gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Und nun freuen wir uns schon auf die Diskussion.<\/p>\n<p><em>Vorbehalt: FlexPower handelt mit gro\u00dfen Wind- und Solarkraftwerken, so dass wir einen nat\u00fcrlichen Bias gegen kleinere und marktferne Anlagen haben k\u00f6nnten. Gleichzeitig profitieren wir als H\u00e4ndler tendenziell von starken Preis Fluktuationen und insbesondere von extremen Situationen wie oben beschrieben. Wir denken, dass die Fakten unsere Haltung st\u00fctzen und hoffen, dass wir hier glaubw\u00fcrdig vermitteln, dass es uns hier um eine effiziente Energiewende und nicht um eigene unternehmerische Interessen geht.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschland hat mit 15 GW in 2023 ein Rekordniveau bei der Installation von Solaranlagen erreicht. Doch jetzt beginnen sich, die Probleme mit Solaranlagen auf Hausd\u00e4chern zu zeigen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":9091,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","tve_updated_post":"<div class=\"tcb-clear\" data-css=\"tve-u-6735ebb07588d9\"><div class=\"thrv_wrapper tve-toc tve-elem-scroll tve-toc-expandable tcb-local-vars-root\" data-columns=\"1\" data-ct=\"toc-60672\" data-transition=\"slide\" data-headers=\"h2\" data-numbering=\"advanced\" data-highlight=\"section\" data-ct-name=\"Table of Contents 04\" data-heading-style=\"{&quot;0&quot;:&quot;tve-u-6735ebb0758913&quot;,&quot;1&quot;:&quot;tve-u-6735ebb0758931&quot;,&quot;2&quot;:&quot;tve-u-6735ebb0758945&quot;}\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758955\" data-bullet-style=\"{&quot;0&quot;:&quot;tve-u-6735ebb0758966&quot;,&quot;1&quot;:&quot;tve-u-6735ebb0758974&quot;,&quot;2&quot;:&quot;tve-u-6735ebb0758983&quot;}\" 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tve-jump-scroll\" jump-animation=\"smooth\">Schnell ausbauen - Wo stehen wir heute?<\/a><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-heading tve-toc-heading-level0 tve_no_icons\" data-tag=\"H2\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758913\" data-element-name=\"Heading Level 1\"><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-number tve-toc-number0 tve_no_icons tve-jump-scroll\" data-target=\"#t-1697788262334\" jump-animation=\"smooth\" data-element-name=\"Number Level 1\" data-level=\"0\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758991\"><span class=\"tve-toc-disabled\">2<\/span><\/div><a href=\"#t-1697788262334\" class=\"tve-toc-anchor tve-jump-scroll\" jump-animation=\"smooth\">Lassen Sie uns mit den Kosten beginnen<\/a><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-heading tve-toc-heading-level0 tve_no_icons\" data-tag=\"H2\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758913\" data-element-name=\"Heading Level 1\"><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-number tve-toc-number0 tve_no_icons tve-jump-scroll\" data-target=\"#t-1731570206361\" 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gerechtfertigt?<\/a><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-heading tve-toc-heading-level0 tve_no_icons\" data-tag=\"H2\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758913\" data-element-name=\"Heading Level 1\"><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-number tve-toc-number0 tve_no_icons tve-jump-scroll\" data-target=\"#t-1731570206363\" jump-animation=\"smooth\" data-element-name=\"Number Level 1\" data-level=\"0\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758991\"><span class=\"tve-toc-disabled\">5<\/span><\/div><a href=\"#t-1731570206363\" class=\"tve-toc-anchor tve-jump-scroll\" jump-animation=\"smooth\">Was ist mit dem Netz?<\/a><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-heading tve-toc-heading-level0 tve_no_icons\" data-tag=\"H2\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758913\" data-element-name=\"Heading Level 1\"><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-number tve-toc-number0 tve_no_icons tve-jump-scroll\" data-target=\"#t-1731570206364\" jump-animation=\"smooth\" data-element-name=\"Number Level 1\" data-level=\"0\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758991\"><span class=\"tve-toc-disabled\">6<\/span><\/div><a href=\"#t-1731570206364\" class=\"tve-toc-anchor tve-jump-scroll\" jump-animation=\"smooth\">Aufdach-Solaranlagen bedrohen das Stromnetz<\/a><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-heading tve-toc-heading-level0 tve_no_icons\" data-tag=\"H2\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758913\" data-element-name=\"Heading Level 1\"><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-number tve-toc-number0 tve_no_icons tve-jump-scroll\" data-target=\"#t-1731570206365\" jump-animation=\"smooth\" data-element-name=\"Number Level 1\" data-level=\"0\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758991\"><span class=\"tve-toc-disabled\">7<\/span><\/div><a href=\"#t-1731570206365\" class=\"tve-toc-anchor tve-jump-scroll\" jump-animation=\"smooth\">Unflexible Stromerzeugung<\/a><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-heading tve-toc-heading-level0 tve_no_icons\" data-tag=\"H2\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758913\" data-element-name=\"Heading Level 1\"><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-number tve-toc-number0 tve_no_icons tve-jump-scroll\" data-target=\"#t-1731570206366\" jump-animation=\"smooth\" data-element-name=\"Number Level 1\" data-level=\"0\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758991\"><span class=\"tve-toc-disabled\">8<\/span><\/div><a href=\"#t-1731570206366\" class=\"tve-toc-anchor tve-jump-scroll\" jump-animation=\"smooth\">Betrachten wir ein Beispiel<\/a><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-heading tve-toc-heading-level0 tve_no_icons\" data-tag=\"H2\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758913\" data-element-name=\"Heading Level 1\"><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-number tve-toc-number0 tve_no_icons tve-jump-scroll\" data-target=\"#t-1731570206367\" jump-animation=\"smooth\" data-element-name=\"Number Level 1\" data-level=\"0\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758991\"><span class=\"tve-toc-disabled\">9<\/span><\/div><a href=\"#t-1731570206367\" class=\"tve-toc-anchor tve-jump-scroll\" jump-animation=\"smooth\">Was ist also zu tun?<\/a><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-heading tve-toc-heading-level0 tve_no_icons\" data-tag=\"H2\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758913\" data-element-name=\"Heading Level 1\"><div class=\"thrv_wrapper tve-toc-number tve-toc-number0 tve_no_icons tve-jump-scroll\" data-target=\"#t-1731570206368\" jump-animation=\"smooth\" data-element-name=\"Number Level 1\" data-level=\"0\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758991\"><span class=\"tve-toc-disabled\">10<\/span><\/div><a href=\"#t-1731570206368\" class=\"tve-toc-anchor tve-jump-scroll\" jump-animation=\"smooth\">Die Privatperson: Sollte ich eine Photovoltaikanlage auf meinem Dach installieren?<\/a><\/div><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv-divider tve-vert-divider\" data-style=\"tve_sep-1\" data-color-d=\"rgba(0, 0, 0, 0.24)\" data-css=\"tve-u-6735ebb07589c3\" data-style-d=\"tve_sep-3\" data-thickness-d=\"6\"><hr class=\"tve_sep tve_sep-3\" style=\"\"><\/div><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758a24\"><p>Bevor wir in die Argumentation einsteigen, wollen wir vier Dinge klarstellen:<\/p><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv-page-section tve-height-update\" data-inherit-lp-settings=\"1\">\n\t<div class=\"tve-page-section-out\"><\/div>\n\t<div class=\"tve-page-section-in\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758a34\"><div class=\"thrv_wrapper thrv-columns dynamic-group-k7g5pxby\" style=\"--tcb-col-el-width: 813;\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758a47\"><div class=\"tcb-flex-row tcb-medium-no-wrap tcb-mobile-no-wrap tcb--cols--1\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758a56\"><div class=\"tcb-flex-col\" style=\"\"><div class=\"tcb-col dynamic-group-k7g5pr8i\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758a61\"><div class=\"thrv_wrapper thrv_contentbox_shortcode thrv-content-box tve-elem-default-pad dynamic-group-k7g5pjn8\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758a71\">\n<div class=\"tve-content-box-background\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758a87\"><\/div>\n<div class=\"tve-cb\"><div class=\"thrv_wrapper thrv_contentbox_shortcode thrv-content-box tve-elem-default-pad dynamic-group-k7g5pjn8\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758a97\">\n<div class=\"tve-content-box-background\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758aa1\"><\/div>\n<div class=\"tve-cb\"><div class=\"thrv_wrapper thrv-columns\" style=\"--tcb-col-el-width: 813;\"><div class=\"tcb-flex-row v-2 tcb--cols--1\"><div class=\"tcb-flex-col\"><div class=\"tcb-col\"><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758ab4\"><p data-css=\"tve-u-6735ebb0758ac5\" style=\"\">01<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element dynamic-group-k7g5omv6\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758ad9\"><h3 data-css=\"tve-u-6735ebb0758ae3\" class=\"\" id=\"t-1697788262330\"><span data-contrast=\"auto\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758af9\" lang=\"EN-US\"><span data-contrast=\"auto\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b07\" lang=\"EN-US\">Kleine, meist private Aufdachanlagen (Anlagen &lt; 100 kWp) haben eine wichtige Rolle bei der Energiewende in Deutschland gespielt, insbesondere durch die Einbindung der Bev\u00f6lkerung und die Schaffung von politischem Momentum.<br><\/span><\/span><\/h3><\/div><\/div>\n<\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_contentbox_shortcode thrv-content-box tve-elem-default-pad dynamic-group-k7g5pjn8\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758a97\">\n<div class=\"tve-content-box-background\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758aa1\"><\/div>\n<div class=\"tve-cb\"><div class=\"thrv_wrapper thrv-columns\" style=\"--tcb-col-el-width: 813;\"><div class=\"tcb-flex-row v-2 tcb--cols--1\"><div class=\"tcb-flex-col\"><div class=\"tcb-col\"><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758ab4\"><p data-css=\"tve-u-6735ebb0758b14\">02<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element dynamic-group-k7g5omv6\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758ad9\"><h3 data-css=\"tve-u-6735ebb0758ae3\" class=\"\" id=\"t-1697788262331\"><span data-contrast=\"auto\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758af9\" lang=\"EN-US\"><span data-contrast=\"auto\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b07\" lang=\"EN-US\">Jeder und jede sollte die M\u00f6glichkeit haben, Solaranlagen auf dem eigenen Dach zu installieren. Die Frage ist nur, ob wir diese Praxis weiterhin so subventionieren sollten, wie wir es heute tun.<br><\/span><\/span><\/h3><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_contentbox_shortcode thrv-content-box tve-elem-default-pad dynamic-group-k7g5pjn8\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758a97\">\n<div class=\"tve-content-box-background\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758aa1\"><\/div>\n<div class=\"tve-cb\"><div class=\"thrv_wrapper thrv-columns\" style=\"--tcb-col-el-width: 813;\"><div class=\"tcb-flex-row v-2 tcb--cols--1\"><div class=\"tcb-flex-col\"><div class=\"tcb-col\"><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758ab4\"><p data-css=\"tve-u-6735ebb0758b20\" style=\"\">03<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element dynamic-group-k7g5omv6\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758ad9\"><h3 data-css=\"tve-u-6735ebb0758b38\" class=\"\" id=\"t-1697788262332\" style=\"\"><span data-contrast=\"auto\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758af9\" lang=\"EN-US\"><span data-contrast=\"auto\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b07\" lang=\"EN-US\"><span style=\"font-weight: normal;\">Es gibt noch viele weitere Subventionen und ineffiziente Strukturen im deutschen Energiesystem, die wir abschaffen sollten, vor allem die Subventionen f\u00fcr fossile Brennstoffe oder die Tatsache, dass wir zwar mehr als 800 Verteilnetzbetreiber, aber noch fast keine Smart Meter haben. Diese bekannten Ungereimtheiten sollten wir als Gesellschaft z\u00fcgig angehen, mit dem \u00fcbergeordneten Ziel, die Treibhausgasemissionen so schnell wie m\u00f6glich zu reduzieren. Das Ziel dieses Artikels ist es, eine weitere Ungereimtheit auf diese To-Do-Liste zu setzen.<\/span><br><\/span><\/span><\/h3><\/div><\/div>\n<\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_contentbox_shortcode thrv-content-box tve-elem-default-pad dynamic-group-k7g5pjn8\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758a97\">\n<div class=\"tve-content-box-background\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758aa1\"><\/div>\n<div class=\"tve-cb\"><div class=\"thrv_wrapper thrv-columns\" style=\"--tcb-col-el-width: 813;\"><div class=\"tcb-flex-row v-2 tcb--cols--1\"><div class=\"tcb-flex-col\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b49\" style=\"\"><div class=\"tcb-col\"><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758ab4\"><p data-css=\"tve-u-6735ebb0758b14\" style=\"\">04<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element dynamic-group-k7g5omv6\" style=\"\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758ad9\"><h3 data-css=\"tve-u-6735ebb0758ae3\" class=\"\" id=\"t-1697788262333\"><span data-contrast=\"auto\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758af9\" lang=\"EN-US\"><span data-contrast=\"auto\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b07\" lang=\"EN-US\">Wenn Sie glauben, dass dieser Artikel Argumente gegen die Energiewende liefert, mit denen Sie sich f\u00fcr Kohle und Atomkraft stark machen k\u00f6nnen, h\u00f6ren Sie bitte jetzt auf zu lesen. Hier geht es nicht um die Frage, ob wir auf Wind- und in diesem Fall Solarenergie umsteigen sollten (eine ganz andere Diskussion, die wir mit einem einzigen <\/span><\/span><a href=\"https:\/\/www.ise.fraunhofer.de\/de\/veroeffentlichungen\/studien\/studie-stromgestehungskosten-erneuerbare-energien.html\" target=\"_blank\" class=\"tcb-global-link-__default\" style=\"outline: none;\">Argument <\/a><span data-contrast=\"auto\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758af9\" lang=\"EN-US\"><span data-contrast=\"auto\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b07\" lang=\"EN-US\">abk\u00fcrzen wollen), sondern nur um das <em>Wie<\/em>.<br><\/span><\/span><\/h3><\/div><\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b59\"><h2 class=\"\" id=\"t-1691495644227\">Schnell ausbauen - Wo stehen wir heute?<\/h2><p>Deutschland hat mit <a href=\"https:\/\/www.solarserver.de\/2024\/01\/19\/photovoltaik-zubau-im-dezember-2023-bei-882-mw-gesamtjahr-143-gw\/\" target=\"_blank\" class=\"\" style=\"outline: none;\">15 GW in 2023<\/a> ein Rekordniveau bei der Installation von Solaranlagen, mit einer PV-Jahresendkapazit\u00e4t von 81 GW, erreicht. Auch 2024 scheint auf dem besten Weg zu sein, einen knappen zweiten Platz bei den Neuinstallationen zu erreichen.<\/p><p>Kleine Aufdachanlagen (d. h. Anlagen &lt; 100 kWp), die unter die staatliche Einspeiseverg\u00fctung fallen und daher weder die technischen M\u00f6glichkeiten noch den wirtschaftlichen Anreiz haben, auf Marktpreise zu reagieren, machen etwa <a href=\"https:\/\/pv.de\/news\/pv-zubau-im-august-2023-bei-1056-gwp\/\" target=\"_blank\" class=\"\" style=\"outline: none;\">2\/3 der zugebauten Kapazit\u00e4t<\/a> aus. Das bedeutet, dass 2023 etwa 10 GW an Aufdachanlagen zugebaut wurden. Deutschland und die Niederlande nehmen hier eine Sonderstellung ein. Die meisten L\u00e4nder in Europa, darunter <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/energie\/photovoltaik-warum-haben-spaniens-hausbesitzer-kaum-solaranlagen\/100065426.html\" target=\"_blank\" class=\"\" style=\"outline: none;\">Spanien<\/a>, aber auch L\u00e4nder au\u00dferhalb Europas, vor allem China, setzen auf Gro\u00dfanlagen (Freifl\u00e4che), w\u00e4hrend wir in unserem Land Kleinanlagen stark subventioniert haben. Jetzt beginnen sich die <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/posts\/lionhirth_achtung-strom%C3%BCberschuss-activity-7239226189599428608-hd7y\/\" target=\"_blank\">Probleme<\/a> zu zeigen.<\/p><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve_image_caption tve-image-caption-below\" data-css=\"tve-u-1933eb4e873\"><span class=\"tve_image_frame\"><img decoding=\"async\" class=\"tve_image tcb-moved-image wp-image-9181\" alt=\"Balkendiagramm zum j\u00e4hrlichen Zubau von PV-Anlagen in Deutschland zwischen 2020 und 2024, aufgeschl\u00fcsselt nach Leistungsklassen von Kleinanlagen bis zu Gro\u00dfanlagen\" data-id=\"9181\" width=\"748\" data-init-width=\"748\" height=\"481\" data-init-height=\"481\" title=\"Brutto Zubau nach Jahren (Marktsammdaten Register)\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/flex-power.energy\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/pv-zubau-deutschland-leistung.jpg\" data-width=\"748\" data-height=\"481\" style=\"aspect-ratio: auto 748 \/ 481;\" data-css=\"tve-u-199094f97ce\"><\/span><p class=\"thrv_wrapper wp-caption-text thrv-inline-text\">Bruttozubau nach Jahren (<a href=\"https:\/\/www.marktstammdatenregister.de\/MaStR\/\" target=\"_blank\">Marktstammdatenregister<\/a>)<\/p><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b59\"><p>Von den rund 81 GW PV-Anlagen entf\u00e4llt heute ein Drittel, d. h. 24 GW, auf die <a href=\"\/de\/services\/direktvermarktung\/\" class=\"\" style=\"outline: none;\">Direktvermarktung<\/a>, bei der PV-Strom aktiv auf den Spotm\u00e4rkten gehandelt wird. Rund 57 GW sind kleine Anlagen, die nicht aktiv gehandelt werden, weil sie unter eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.energie-experten.org\/erneuerbare-energien\/photovoltaik\/direktvermarktung\" target=\"_blank\" class=\"\" style=\"outline: none;\">feste Einspeiseverg\u00fctung fallen und weder einen finanziellen Anreiz noch die technischen Voraussetzungen<\/a>&nbsp;haben, auf die Signale des Netzes oder des Marktes zu reagieren. Soweit die Fakten.<\/p><p>Zun\u00e4chst einmal ist dies ein Beleg f\u00fcr die Erfolgsgeschichte der Energiewende, und bis zu diesem Punkt waren die meisten installierten kWp gro\u00dfartig. Was ist also unser Problem mit Solaranlagen auf Hausd\u00e4chern?<\/p><p>Im Wesentlichen gibt es zwei Probleme:&nbsp;<\/p><ol class=\"\"><li>Das Wichtigste aus unserer Sicht sind die&nbsp;<strong>absurd hohen relativen Kosten<\/strong>&nbsp;und (vielleicht das aus politischer Sicht wichtigere)<\/li><li>Die nicht regelbare Einspeisung&nbsp;<strong>bedroht die Stabilit\u00e4t<\/strong> des Energiesystems.<\/li><\/ol><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b59\"><h2 class=\"\" id=\"t-1697788262334\">Lassen Sie uns mit den Kosten beginnen<\/h2><p>Es ist nicht ganz einfach, konkrete Preise f\u00fcr kleine Aufdach-Solaranlagen zu bekommen. Nachdem wir einige Quellen \u00fcberpr\u00fcft haben (wir haben ein Angebot von Deutschlands bekanntestem Startup f\u00fcr PV-\/Speicher-Installationen erhalten), stellen wir fest, dass Aufdach-Solaranlagen mit qualitativ hochwertigen Zellen Gesamtkosten (einschlie\u00dflich Bau, Wechselrichter, Montagesystem usw.) von etwa 1.500 EUR\/kWp oder 15.000 EUR f\u00fcr eine 10 kWp-Aufdachanlage in Deutschland haben.<\/p><p>Zum Vergleich: Eine 10 MW PV-Gro\u00dfanlage hat Turnkey-Kosten von ca. 500 EUR\/kWp (nach Angaben vieler unserer Kunden und <a href=\"https:\/\/www.sens-energy.com\/de\/news\/8-fakten-ueber-freiflaechen-photovoltaik\/#:~:text=Hierf%C3%BCr%20berechnen%20sich%20die%20Kosten,bei%20etwa%205%20Millionen%20Euro.\" target=\"_blank\" class=\"\" style=\"outline: none;\">\u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Informationen<\/a>), d. h. sie betragen etwa ein Drittel der Kosten einer Aufdachanlage. Das ist ein <strong>RIESIGER <\/strong>Unterschied. Der Grund daf\u00fcr ist, dass die Modulpreise so schnell gefallen sind, dass die Kosten, die nicht mit den Modulen zusammenh\u00e4ngen, wie Wechselrichter, Montagesysteme, elektrische Verkabelung, Installation und Inbetriebnahme usw., relativ an Bedeutung gewonnen haben. Einen Monteur auf ein einziges Dach zu schicken, ist einfach eine sehr kostspielige Methode, um ein Modul zu installieren, das immer weniger wert ist.<\/p><p>Da die Kosten volatil und schwer kalkulierbar sind, kann es sein, dass wir diesen Unterschied ein wenig \u00fcber- oder untersch\u00e4tzen, aber er sollte f\u00fcr die Gesamtaussage keine Rolle spielen. Selbst ein relativer Kostenunterschied von 20 % w\u00e4re beim aktuellen Investitionsvolumen hoch, aber wir sprechen hier von einem <strong>Unterschied von 300 %<\/strong>! Wir laden aber jede Energieberatung ein, diese Zahlen einmal genauer als \u00fcber unsere \"Bierdeckelrechnung\" zu erheben.<\/p><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_contentbox_shortcode thrv-content-box tve-elem-default-pad tcb-local-vars-root k9l10t4f tcb-excluded-from-group-item\" data-tve-scroll=\"{&quot;disabled&quot;:[],&quot;top&quot;:0,&quot;mode&quot;:&quot;parallax&quot;,&quot;end&quot;:&quot;parallax&quot;,&quot;parallax&quot;:{}}\" data-css=\"tve-u-19363b4d643\">\n<div class=\"tve-content-box-background\" style=\"background-image: linear-gradient(rgb(255, 213, 0), rgb(255, 213, 0)) !important; background-size: auto !important; background-position: 50% 50% !important; background-attachment: scroll !important; background-repeat: no-repeat !important; --background-image:linear-gradient(rgb(255, 213, 0), rgb(255, 213, 0))  !important; --background-size:auto auto  !important; --background-position:50% 50%  !important; --background-attachment:scroll  !important; --background-repeat:no-repeat  !important;\" data-css=\"tve-u-19363b4d648\"><\/div>\n<div class=\"tve-cb\" style=\"\" data-css=\"tve-u-19363b4d644\"><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element dynamic-group-k7g2g37d tcb-local-vars-root tcb-excluded-from-group-item\" data-css=\"tve-u-19363b4d63d\" style=\"\"><h4 class=\"\" data-css=\"tve-u-19363b4d645\" style=\"text-align: left;\" id=\"t-1680033444095\">Zwischenbemerkung<\/h4><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element k7g2gcsr tcb-local-vars-root tcb-excluded-from-group-item\" data-css=\"tve-u-19363b4d63f\" style=\"\"><p data-css=\"tve-u-19363b4d640\" style=\"text-align: left; color: var(--tcb-color-4)  !important; --tcb-applied-color:var$(--tcb-color-4)  !important;\">Nach Leserfeedback haben wir erfahren, dass die Kosten f\u00fcr Aufdach-Anlagen in einem Best-Case-Szenario bei nur 1300 Euro pro kWp liegen und jene f\u00fcr Freifl\u00e4chenanlagen im Worst-Case auch bei rund 600 Euro pro kWp liegen k\u00f6nnen. An unserer Einsch\u00e4tzung aus volkswirtschaftlicher Perspektive \u00e4ndern diese Szenarien leider wenig, da die Kosten f\u00fcr Aufdach-Anlagen noch immer ein Vielfaches der Kosten von Freifl\u00e4chenanlagen betragen.<\/p><\/div><\/div>\n<\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b59\"><p>Spielt dieser Unterschied eine Rolle bei den Gr\u00f6\u00dfenordnungen an Zubau, \u00fcber die wir hier sprechen? Die Antwort lautet: JA, und zwar massiv. H\u00e4tten wir die 10 GW, die wir f\u00fcr D\u00e4cher verwendet haben, als Freifl\u00e4chen-Solarkraftwerke (Utility-Scale) installiert, h\u00e4tten wir die Kostendifferenz dieser 10 GW eingespart, d. h. 10.000.000 kWp * 1.000 EUR = <strong>10 Milliarden EUR pro Jahr <\/strong>(oder sieben Milliarden, wenn wir die optimistischen Zahlen aus unserer Zwischenbemerkung oben annehmen). Das sind die j\u00e4hrlichen volkswirtschaftlichen Mehrkosten f\u00fcr die Montage von Solaranlagen auf D\u00e4chern. Damit k\u00f6nnte in zwei Jahren das gesamte geplante Wasserstoffnetz in Deutschland oder viele andere Projekte finanziert werden.<\/p><p>Die deutsche Wirtschaft k\u00e4mpft derzeit mit relativ hohen Energiekosten und einer Rezession inmitten eines anhaltenden Krieges in Europa, der zus\u00e4tzlichen Druck auf die Wirtschaft und die Preise aus\u00fcbt. Und Deutschland baut winzige Anlagen f\u00fcr erneuerbare Energien in einem Umfang, der um den Faktor 3 nicht wettbewerbsf\u00e4hig ist! Diese Kosten sind eine echte Bedrohung f\u00fcr die wirtschaftliche Tragf\u00e4higkeit der Energiewende, und kein Land wird bei diesen zus\u00e4tzlichen Energiekosten langfristig wettbewerbsf\u00e4hig sein. Vor allem wenn es sich daf\u00fcr entscheidet, Geld f\u00fcr eine ineffiziente Versorgungsstruktur in gro\u00dfem Ma\u00dfstab zu verschwenden.<\/p><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b59\"><h2 class=\"\" id=\"t-1731570206361\">Warum wird trotzdem noch in Solaranlagen auf Hausd\u00e4chern investiert, wenn es so teuer ist?<\/h2><p>Die einfache Antwort ist, dass sie stark subventioniert werden, direkt, aber vor allem indirekt. F\u00fcr Solaranlagen auf D\u00e4chern, die den Strom teilweise ins Netz einspeisen und teilweise selbst verbrauchen, gilt eine feste Einspeiseverg\u00fctung von etwa 8 ct. \/kWh oder 80 EUR\/MWh. Das ist zwar h\u00f6her als die rund 55 EUR\/MWh, die f\u00fcr gro\u00dfe Solaranlagen im Netz gezahlt werden, aber das ist eigentlich nicht das Problem. Keine Aufdach-Solaranlage w\u00fcrde installiert werden, wenn sie allein auf diese Verg\u00fctung angewiesen w\u00e4re. Das <strong>Gesch\u00e4ftsmodell ist Eigenverbrauch<\/strong> und <strong>Steuerersparnis<\/strong>.<\/p><p>Wenn ich meinen eigenen Solarstrom verbrauche, anstatt Strom aus dem Netz zu beziehen, spare ich rund 170 EUR\/MWh oder 17 ct.\/kWh an Netzentgelten, Stromsteuer und anderen Zuschl\u00e4gen, die ich sonst zahlen m\u00fcsste. Wenn wir davon ausgehen, dass unsere 57 GW Solaranlagen auf D\u00e4chern 57 TWh\/Jahr produzieren und 50 % dieser Produktion selbst verbraucht werden (d. h. 28,5 TWh bei 170 EUR\/MWh), dann haben wir fehlende Geb\u00fchren in H\u00f6he von 4,84 Milliarden EUR pro Jahr.<\/p><p>Das ist eine gute Nachricht f\u00fcr relativ wohlhabende Hausbesitzer, die diese Geb\u00fchren nicht zahlen m\u00fcssen, aber Spa\u00df beiseite, irgendjemand zahlt diese Kosten, und das sind meist wir alle, die keine eigene Solaranlage auf dem Dach haben. Wir zahlen daf\u00fcr durch h\u00f6here Netzentgelte und andere Aufschl\u00e4ge. Diese unbezahlten Kosten steigen bei neueren Anlagen in der Regel massiv an, da 70 % der neuen Anlagen mit einem Heimspeichersystem ausgestattet sind. Dadurch wird die Menge des selbst verbrauchten Stroms und damit auch die H\u00f6he der unbezahlten Geb\u00fchren und Zuschl\u00e4ge erh\u00f6ht. Die Einnahmebasis f\u00fcr diese Geb\u00fchren schrumpft weiter und alle, die diese Investition nicht t\u00e4tigen k\u00f6nnen, zahlen mehr. Dies ist ein reiner Transfer von den relativ weniger Wohlhabenden zu denjenigen, die eine Dachfl\u00e4che und genug Geld f\u00fcr eine PV-Anlage besitzen.<\/p><p><em>Segway: Heimspeichersysteme sind im Wesentlichen mit denselben Problemen konfrontiert wie Solaranlagen auf D\u00e4chern, aber wir konzentrieren uns hier nur auf ein Problem.<\/em><\/p><p>Aber wir sind noch nicht fertig: Seit 2023 entf\u00e4llt die Mehrwertsteuer (eigentlich 19 %) f\u00fcr Solaranlagen auf D\u00e4chern unter 30 kWp (eine weitere Subvention in H\u00f6he von 2 Mrd. EUR, wenn wir davon ausgehen, dass 8 GW an Neuinstallationen in diese Kategorie fallen). Dar\u00fcber hinaus sind die Einnahmen f\u00fcr die ins Netz eingespeiste Energie von der Einkommens- oder Gewerbesteuer befreit, was ebenfalls fragw\u00fcrdig ist.<\/p><p>Hinzu kommt, dass kleine PV-Anlagen oft von g\u00fcnstigen und subventionierten KfW-Kreditprogrammen profitieren, die niedrigere Zinss\u00e4tze als die Marktzinsen anbieten. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen diese Anlagen von speziellen Abschreibungsmethoden profitieren, die einen weiteren Steuervorteil bieten. Hier ins Detail zu gehen, w\u00fcrde jedoch einen viel l\u00e4ngeren Blog-Beitrag erfordern.<\/p><p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass Solaranlagen auf D\u00e4chern im Vergleich zu netzgebundenen Anlagen extrem teuer sind und dass der Hauptgrund f\u00fcr die Installation dieser Anlagen ein B\u00fcndel von Subventionen ist, die von der Allgemeinheit bezahlt werden.<\/p><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b59\"><h2 class=\"\" id=\"t-1731570206362\">Aber es stellt sich die Frage: Ist diese Subventionierung gerechtfertigt?<\/h2><p>Das k\u00f6nnte der Fall sein, wenn D\u00e4cher die besten Standorte f\u00fcr Solaranlagen w\u00e4ren, weil wir einfach nicht genug Platz haben, und\/oder wenn die (indirekten) Subventionen, die in Form von nicht erhobenen Netzentgelten und Zuschl\u00e4gen gezahlt werden, gerechtfertigt w\u00e4ren, weil diese Aufdachanlagen die Netzkosten massiv senken.<\/p><p>Auch wenn die Nutzung bereits versiegelter Fl\u00e4chen auf D\u00e4chern intuitiv klug erscheinen mag, ist das <a href=\"https:\/\/www.agrarheute.com\/markt\/marktfruechte\/bodenpreise-brechen-alle-rekorde-so-viel-geld-kostet-acker-2022-612424#:~:text=Das%20zeigen%20die%20aktuellen%20Daten,30.000%20Euro%20je%20Hektar%20gesprungen.\" target=\"_blank\" class=\"\" style=\"outline: none;\">Problem der Fl\u00e4chenknappheit weitaus geringer<\/a>, als viele denken. Sie k\u00f6nnen in Deutschland problemlos Land f\u00fcr PV-Anlagen zu einem Preis von weniger als 3 EUR pro Quadratmeter kaufen.<\/p><p>Nehmen wir an, ich verwende die 10 Milliarden EUR, die in einem einzigen Jahr f\u00fcr PV-D\u00e4cher verschwendet werden, um Land zu kaufen. Ich k\u00f6nnte 333.333 Hektar Land kaufen, auf denen ich 333 GW PV-Anlagen bauen k\u00f6nnte (viermal so viel wie heute in ganz Deutschland installiert sind). Nach Angaben des <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/klima-energie\/erneuerbare-energien\/photovoltaik\/photovoltaik-freiflaechenanlagen#flacheninanspruchnahme-durch-photovoltaik-freiflachenanlagen\" target=\"_blank\" class=\"\" style=\"outline: none;\">Umweltbundesamtes <\/a>ben\u00f6tigen wir nur 63.000 Hektar zus\u00e4tzlich, um die PV-Ausbauziele zu erreichen, also insgesamt 0,3 % der deutschen Landfl\u00e4che. Im Vergleich dazu werden derzeit <a href=\"https:\/\/biogas.fnr.de\/service\/presse\/presse\/aktuelle-nachricht\/anbau-nachwachsender-rohstoffe-2022-auf-knapp-26-mio-hektar-oder-etwa-einem-sechstel-der-landwirtschaftlichen-flaeche\" target=\"_blank\" class=\"\" style=\"outline: none;\">1.410.000 Hektar oder 4 % der deutschen Landfl\u00e4che f\u00fcr die energetisch weit weniger effektive Biogasproduktion genutzt<\/a>, sodass die Suche nach 0,3 % der deutschen Landmasse ein relativ kleines Problem darstellt. Nochmals: Land ist nicht das Problem!<\/p><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve_image_caption\" data-css=\"tve-u-194cb346ba4\" style=\"\"><span class=\"tve_image_frame\"><img decoding=\"async\" class=\"tve_image tcb-moved-image wp-image-9836\" alt=\"Karte der Fl\u00e4chennutzung in Deutschland mit Wald, Landwirtschaft, Wohnen und Verkehr sowie erneuerbaren Energien (Windkraft, PV, Energiepflanzen)\" data-id=\"9836\" width=\"581\" data-init-width=\"768\" height=\"710\" data-init-height=\"939\" title=\"Fl\u00e4chenverbrauch in Deutschland\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/flex-power.energy\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/flaechennutzung-deutschland-erneuerbare.jpg\" data-width=\"581\" data-height=\"710\" style=\"aspect-ratio: auto 768 \/ 939;\" data-css=\"tve-u-194cb3473b5\"><\/span><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b59\"><h2 class=\"\" id=\"t-1731570206363\">Was ist mit dem Netz?<\/h2><p>Das zweite Argument, das wir h\u00e4ufig h\u00f6ren, um die hohen Subventionen f\u00fcr Solaranlagen auf D\u00e4chern zu rechtfertigen, ist der ebenfalls intuitiv klingende Hinweis, dass der Eigenverbrauch die Netzkosten senkt. Das ist nicht nur falsch, sondern das Gegenteil ist der Fall.<\/p><p>Wir bezweifeln, dass von den 4 Millionen Solarhaushalten auf D\u00e4chern mehr als 100 v\u00f6llig autark sind und ohne Netzanschluss auskommen k\u00f6nnen. Da Netze in ihrer Beschaffenheit sehr kapitalintensiv sind, spielt es f\u00fcr die Netzkosten fast keine Rolle, ob man das Netz 24 Stunden am Tag oder nur 12 Stunden am Tag nutzt. Die Kosten sind weitgehend dieselben. Daher f\u00fchrt eine geringere Netznutzung durch den teilweisen Eigenverbrauch nicht wirklich zu einer grunds\u00e4tzlichen Kostensenkung. Das Argument, dass der Eigenverbrauch die Netzkosten grundlegend senkt, ist in etwa so \u00fcberzeugend wie die Behauptung, dass die Kosten f\u00fcr den Stra\u00dfenbau erheblich sinken, wenn einige Leute die Stra\u00dfen nur die H\u00e4lfte der Zeit nutzen. Der teure Teil von CAPEX-Investitionen ist die Erstinvestition, nicht die Instandhaltung. Das bringt uns zu dem wichtigeren Punkt, n\u00e4mlich dass nicht regulierbare Solaranlagen auf den D\u00e4chern zunehmend die Netzstabilit\u00e4t gef\u00e4hrden.<\/p><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b59\"><h2 class=\"\" id=\"t-1731570206364\">Aufdach-Solaranlagen bedrohen das Stromnetz<\/h2><p>Ein weiteres falsches Argument f\u00fcr die Nutzung von Solarenergie auf D\u00e4chern ist die Entlastung des Stromnetzes w\u00e4hrend der Nachfragespitzen. Wir haben die h\u00f6chste Nachfrage in den Abendstunden zwischen 19 und 20 Uhr im Dezember, und wie Sie vielleicht schon vermutet haben, scheint die Sonne zu dieser Zeit nicht. Im Gegenteil, wir haben immer mehr Situationen, in denen zu viele nicht regelbare Aufdach-Solaranlagen das Netz bedrohen.<\/p><p>Der Strommarkt ist so strukturiert, dass Kraftwerke nur dann produzieren, wenn sie <a href=\"\/de\/school-of-flex\/grenzkosten\/\" class=\"\" style=\"outline: none;\">mit dem Verkauf ihres Stroms auf den so genannten Spotm\u00e4rkten<\/a>, wie dem Day-Ahead- oder Intraday-Markt, Geld verdienen. Das bedeutet, dass die Preise h\u00f6her sein m\u00fcssen als ihre variablen Kosten, damit sich die Produktion lohnt. Wenn es also eine \u00dcberproduktion gibt, sollten die Preise so weit sinken, dass das Angebot sinkt, bis es die Nachfrage deckt. Wenn dies nicht geschieht, haben wir ein echtes Problem.<\/p><p>Erneuerbare Energien haben keine variablen Kosten, so dass sie tendenziell bis zu einem Preis von 0 EUR\/MWh produzieren <a href=\"\/de\/energieblog\/wirtschaftlichkeit-abregelung-wind-solar\/\" class=\"\" style=\"outline: none;\">und solche mit Subventionen bis zu einem Niveau von vielleicht -100 EUR\/MWh<\/a>. Danach sollten sie die Produktion einstellen. Soweit die Theorie, bei FlexPower wird das in der Praxis mit gr\u00f6\u00dferen Anlagen so auch umgesetzt. Theoretisch stellen also alle die Produktion ein und der Markt reguliert sich selbst.<\/p><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b59\"><h2 class=\"\" id=\"t-1731570206365\">Unflexible Stromerzeugung<\/h2><p>Wir haben etwa 8 GW konventionelle Must-Run-Kapazit\u00e4t auf dem Markt, die Strom als Nebenprodukt liefert oder verschiedene Netzdienstleistungen erbringt oder einfach zu unflexibel ist. Diese Must-Run-Kapazit\u00e4t wird auch bei extrem negativen Preisen nicht abgeschaltet wird. 8 GW war die niedrigste konventionelle Tagesproduktion, die bei extrem negativen Preisen am 12. Mai 2024 beobachtet wurde, daher die Zahl.<\/p><p>Dar\u00fcber hinaus haben wir einen gewissen Anteil an netzgekoppelten Anlagen f\u00fcr erneuerbare Energien, die aus Gr\u00fcnden, die wir nicht wirklich verstehen k\u00f6nnen, nicht auf Preissignale reagieren und die wir auch bei extrem negativen Preisen in Betrieb sind.<\/p><p>Und vor allem haben wir eine Vielzahl von bereits installierten Aufdach-Solaranlagen, die weder die technischen M\u00f6glichkeiten noch den wirtschaftlichen Anreiz haben, bei Netz\u00fcberlastung die Stromerzeugung abzuschalten. Diese Anlagen k\u00f6nnen und werden nicht auf ein \u00fcberlastetes Netz reagieren.<\/p><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b59\"><h2 class=\"\" id=\"t-1731570206366\">Betrachten wir ein Beispiel<\/h2><p>An Tagen mit geringer Nachfrage, wie z. B. Ostersonntag, kann die Nachfrage w\u00e4hrend der Sonnenstunden auf bis zu 40 GW sinken, z. B. zwischen 13 und 14 Uhr nachmittags. Nehmen wir nun an, es ist ein sehr sonniger Tag und von unseren 57 GW Solaranlagen auf D\u00e4chern produzieren 60 % (was eine Menge w\u00e4re), also 34,2 GW. Zus\u00e4tzlich haben wir die 8 GW konventionelle Must-Run-Kapazit\u00e4t.<\/p><p>Hinzu kommen 14 GW netzgekoppelte Solarenergie, 20 GW Windenergie und 5 GW Biomasse (insgesamt 39 GW netzgekoppelte erneuerbare Energien). Wenn die Preise niedrig genug sind, werden diese erneuerbaren Energien auf dieses Signal reagieren und ihre Produktion abregeln, aber nicht alle werden dies aus verschiedenen Gr\u00fcnden tun. Seien wir jedoch optimistisch und nehmen an, dass ein Rekordwert von 70% dieser Kapazit\u00e4t heruntergefahren wird, so dass 11,7 GW an netzgekoppelter erneuerbarer Erzeugung verbleiben.<\/p><p>Jetzt haben wir:<\/p><p>Nachfrage = 40 GW<\/p><p>Angebot = 8 GW konventionell muss laufen + 34,2 GW nichtregelbare Solarenergie auf D\u00e4chern + 11,7 GW netzgekoppelte erneuerbare Energien<\/p><p>= 53,9 GW<\/p><p>Seien wir optimistisch und nehmen wir an, dass wir 8 GW an unsere Nachbarn exportieren k\u00f6nnen, was sehr hoch ist, weil sie am Ostersonntag auch eine niedrige Nachfrage und viele erneuerbare Energien haben. Jetzt haben wir ein \u00dcberangebot von:<\/p><p>53,9 GW - 8 GW Export - 40 GW Nachfrage = 5,9 GW \u00dcberschuss.<\/p><p>Und was passiert jetzt? Wir haben eine \u00dcberkapazit\u00e4t, die der von etwa 5 Kernkraftwerken entspricht, die auf Vollast laufen und das Netz \u00fcberlasten. Das letzte Mittel des Marktes sind 3 GW negative Regelleistung, die von den \u00dcbertragungsnetzbetreibern vorgehalten werden und die sie herunterregeln k\u00f6nnen. Nach dieser letzten Notma\u00dfnahme verbleiben uns also 2,9 GW \u00dcberschussleistung.<\/p><p>Und jetzt? Die ehrliche Antwort ist, dass das niemand wirklich wei\u00df. Der Intraday-Markt w\u00fcrde sich nicht ger\u00e4umt werden, und die Preise w\u00fcrden bei -9,999 EUR\/MWh verharren. Die Netzfrequenz k\u00f6nnte auf bedrohliche Werte von 50,2 Hertz ansteigen, bei denen sich die Solarwechselrichter abschalten w\u00fcrden. Schon zu diesem Zeitpunkt w\u00fcrden Maschinen besch\u00e4digt werden, und die lokalen Netzbetreiber m\u00fcssten m\u00f6glicherweise ganze Gebiete vom Netz nehmen (lokale Brownouts), um das System zu sch\u00fctzen. Ich denke, dass meine Heimatregion im solarreichen S\u00fcdbayern die erste w\u00e4re, die schwarz wird.<\/p><p>Sie werden vielleicht denken, dass wir hier Horrorszenarien malen, aber nichts davon ist \u00fcbertrieben oder weit hergeholt. Wir haben Minimalpreise von -500 EUR\/MWh Day-Ahead und Minimalpreise von -9.999 EUR\/MWh Intraday in den Jahren 2023 und 2024 gesehen. Sie k\u00f6nnen sich vorstellen was die BILD Zeitung am n\u00e4chsten Tag auf dem Titel hat. Wenn dieses Worst-Case-Szenario nicht in diesem Jahr eintritt, dann wird es im n\u00e4chsten oder \u00fcbern\u00e4chsten Jahr eintreten, wenn der Ausbau von Solaranlagen auf D\u00e4chern weitergeht. Es ist wirklich keine Frage des ob, sondern des wann. Zum Gl\u00fcck hat die <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/bundesnetzagentur-chef-klaus-mueller-es-droht-stress-im-stromnetz-110113860.html\" target=\"_blank\">BNetzA das Problem zumindest erkannt<\/a> und warnt vor Konsequenzen.<\/p><p>Ach ja, und wer bezahlt den Stromverkauf f\u00fcr -9.999 EUR? Das w\u00e4ren die \u00dcbertragungsnetzbetreiber, die sich das Geld \u00fcber den EEG-Topf, also aus dem Bundeshaushalt, zur\u00fcckholen w\u00fcrden. Wohlgemerkt: Wir als H\u00e4ndler profitieren in solchen Situationen in der Regel, weil wir die Preisvolatilit\u00e4t m\u00f6gen; zahlen muss der Kunde und der Steuerzahler.<\/p><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b59\"><h2 class=\"\" id=\"t-1731570206367\">Was ist also zu tun?<\/h2><p>Die elegante Antwort ist nat\u00fcrlich: Es werden ab sofort nur noch Solaranlagen installiert, die auf die Marktpreise reagieren, es werden (hoffentlich) viele netzdienliche Speicher installiert und es wird daf\u00fcr gesorgt, dass Millionen von Elektrofahrzeugen in diesen Situationen die Nachfrage erh\u00f6hen, um das Netz auszugleichen. Das ist alles richtig, aber es ist noch Jahre entfernt. Im Status quo haben die meisten Haushalte keine Smart Meter, keine Smart-Meter-Gateways und keine Fernsteuerungseinheiten f\u00fcr ihre Solaranlagen, die allesamt eine Mindestvoraussetzung f\u00fcr die Umsetzung all dieser eleganten L\u00f6sungen w\u00e4ren. Machen wir uns also nichts vor: Wir haben derzeit einfach keine kurzfristige L\u00f6sung! <a href=\"https:\/\/www.pv-magazine.de\/2024\/11\/11\/enpal-und-1komma5-warnen-vor-blackout-durch-ungeregelte-photovoltaik-anlagen\/\" target=\"_blank\" class=\"\" style=\"outline: none;\">Enpal und 1Komma5, die auch vor der Gefahr durch ungeregelte Aufdach PV<\/a> warnen werden hier sicherlich widersprechen, da beide hier vielversprechende L\u00f6sungen anbieten. Jedoch bezweifle ich, dass diese L\u00f6sungen im Wettbewerb mit Freifl\u00e4chen Anlagen und Gro\u00dfspeichern bestehen werden, sobald alle indirekten Subventionen f\u00fcr Kleinanlagen abgebaut sind. Jedoch sind wir hier wettbewerbsoffen und lassen uns gerne das Gegenteil beweisen.!<\/p><p>Kurzfristig muss die (neue) Regierung daher vor allem eines tun: alle Subventionen abschaffen, die speziell f\u00fcr Aufdachanlagen gew\u00e4hrt werden. Dies w\u00fcrde die Wettbewerbsbedingungen zwischen Aufdach- und Freifl\u00e4chenanlagen angleichen und den Ausbau der sehr teuren (und derzeit unflexiblen) Technologie Photovoltaik auf Hausd\u00e4chern deutlich verlangsamen. Dar\u00fcber hinaus halten wir folgende Punkte f\u00fcr sinnvoll<\/p><ol class=\"\"><li>Einf\u00fchrung <a href=\"https:\/\/neon.energy\/Neon-Individuelle-Netzentgelte.pdf\" target=\"_blank\">zeitvariabler Netzentgelte<\/a> von 0 EUR\/MWh w\u00e4hrend der Spitzenzeiten der Solareinspeisung, wodurch der relative Wert der Aufdach-Subventionierung sinkt, und Erh\u00f6hung der Geb\u00fchren f\u00fcr die Netzanschlusskapazit\u00e4t anstelle des Energieverbrauchs.<\/li><li>(Wieder)Einf\u00fchrung der Mehrwertsteuer auf Solaranlagen sowie die Erhebung von Einkommens- und Gewerbesteuern f\u00fcr kleine Solaranlagen und<\/li><li>Regelung, dass Solaranlagen auf D\u00e4chern fernsteuerbar sein m\u00fcssen (wie alle gr\u00f6\u00dferen Anlagen), um sie in Zeiten der \u00dcberproduktion sicher abschalten zu k\u00f6nnen. Der aktuelle EnWG-Entwurf geht in diese Richtung, ist aber noch nicht konsequent genug, um ein aktives Trading f\u00fcr s\u00e4mtliche PV-Anlagen vorzuschreiben.<\/li><\/ol><p>Wir sind uns durchaus bewusst, dass diese Vorschl\u00e4ge den Markt f\u00fcr private Aufdachanlagen wahrscheinlich erheblich verlangsamen w\u00fcrde. Aber wir sollten uns wirklich fragen, ob es eine gute Idee ist, kleine und momentan nichtregelbare Einheiten einer Technologie, die die Systemstabilit\u00e4t bedrohen, in einzelnen H\u00e4usern zu installieren und relativ reiche Mitglieder der Gesellschaft auf Kosten aller anderen zu subventionieren, w\u00e4hrend die Effizienz unseres Energiesystems gef\u00e4hrdet wird. Wenn die <a href=\"https:\/\/www.pv-magazine.de\/unternehmensmeldungen\/old-solar-versus-new-solar-was-steckt-eigentlich-hinter-dem-konflikt\/\" target=\"_blank\">\u201eNew Solar\u201c-Revolution<\/a> funktioniert und wir kosteneffiziente, intelligente und regulierte Solarsysteme ohne (versteckte) Subventionen haben k\u00f6nnen, werden wir die Ersten sein, die den Wandel begr\u00fc\u00dfen. Doch entgegen den Behauptungen einiger sexy Startups sind wir heute noch nicht so weit.<\/p><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\" data-css=\"tve-u-6735ebb0758b59\"><h2 class=\"\" id=\"t-1731570206368\">Die Privatperson: Sollte ich eine Photovoltaikanlage auf meinem Dach installieren?<\/h2><p>Wenn Sie glauben, dass 25.000 EUR f\u00fcr eine 10-kWp-Photovoltaikanlage und eine 10-kWh-Batterie inklusive aller Subventionen eine gute und umweltfreundliche Investition sind, sollten Sie noch einmal nachdenken. Wenn Sie vor 20 Jahren 25.000 EUR in den <em>Standard-iShares Core S&amp;P 500 ETF<\/em> investiert h\u00e4tten, h\u00e4tten Sie heute 152.622 EUR, was einer j\u00e4hrlichen Rendite von 9,5 % entspricht.<\/p><p>Vergleichen wir dies mit dem Angebot eines bekannten deutschen Start-ups, das Ihnen einen All-in-Energiepreis von rund 5ct\/kWh f\u00fcr etwa 5.000 kWh\/Jahr garantiert, wenn Sie diese Investition t\u00e4tigen und seine Dienste nutzen. Mit dem ETF h\u00e4tten Sie 152.622 EUR - 25.000 EUR = 127.622 EUR verdient. Mit diesem Geld h\u00e4tten Sie 425.406 kWh Energie zu einem Preis von 30 ct\/kWh oder 21.270 kWh pro Jahr kaufen k\u00f6nnen! Sie haben also die Wahl zwischen 5.000 kWh f\u00fcr 5 ct\/kWh oder <strong>21.270 kWh zum Nulltarif<\/strong>. Aber vielleicht wollen Sie Ihr Geld gerne in gr\u00fcne Energie investieren? Prima, dann h\u00e4tten Sie den <em>Global X Renewable Energy Producers ETF (RNRG)<\/em> kaufen k\u00f6nnen, der nur in gr\u00fcne Anlagen (in gro\u00dfem Ma\u00dfstab) investiert, mit einer annualisierten Rendite von 7 %. Dadurch h\u00e4tten Sie 96.742 EUR verdient, so dass 71.742 EUR f\u00fcr den Kauf von Strom \u00fcbrig geblieben w\u00e4ren, was Ihnen bei 30 ct. pro kWh immer noch erlaubt h\u00e4tte, 16.124 kWh zu kaufen (also kostenlosen Strom f\u00fcr diesen Betrag). Ach ja, und nach fr\u00fchestens 20 Jahren muss bei einer kombinierten Dach- und Batterieanlage die Anlage auf dem Dach und im Keller erneuert werden, w\u00e4hrend beim ETF immer noch 25.000 EUR auf der Bank (also \u201enur\u201c 25k wenn Sie alle Gewinne verwendet haben um Strom zu kaufen) liegen. Also, PV\/Batterie in Ihrem Haus, trotz aller Subventionen: ein schlechtes Gesch\u00e4ft, wenn Sie mich fragen.<\/p><p>Nehmen wir all dies zusammen, ist die Schlussfolgerung meiner Meinung nach klar: Unser geliebtes Baby, die erneuerbaren Energien, sind erwachsen geworden und haben sich zu einem ernstzunehmenden Industriezweig entwickelt. Auch auf der Anlagenebene. Ich finde es gro\u00dfartig, dass sich Hausbesitzer an diesem Projekt beteiligen wollen, aber genauso wenig, wie wir unsere Lebensmittelversorgung auf Leute st\u00fctzen sollten, die in ihrem Garten Gem\u00fcse anbauen, sollten wir unser Energiesystem auf kleine, teure und ineffiziente Einheiten aufbauen, die die Systemstabilit\u00e4t aktuell gef\u00e4hrden.<\/p><p>Und nun freuen wir uns schon auf die Diskussion.<\/p><p><em>Vorbehalt: FlexPower handelt mit gro\u00dfen Wind- und Solarkraftwerken, so dass wir einen nat\u00fcrlichen Bias gegen kleinere und marktferne Anlagen haben k\u00f6nnten. Gleichzeitig profitieren wir als H\u00e4ndler tendenziell von starken Preis Fluktuationen und insbesondere von extremen Situationen wie oben beschrieben. Wir denken, dass die Fakten unsere Haltung st\u00fctzen und hoffen, dass wir hier glaubw\u00fcrdig vermitteln, dass es uns hier um eine effiziente Energiewende und nicht um eigene unternehmerische Interessen geht.<\/em><\/p><\/div>","tve_custom_css":"@media (min-width: 300px){[data-css=\"tve-u-6735ebb0758955\"] { --tve-toc-indent: 15px; max-width: 500px; float: left; z-index: 3; position: relative; --tve-alignment: left; margin-left: auto !important; margin-right: auto !important; --tcb-local-color-4b31d: var(--tcb-skin-color-0) !important; --tcb-local-color-5fb35: rgb(56,60,61) !important; }[data-css=\"tve-u-6735ebb07589d6\"] { border: 1px solid rgb(221, 221, 221) !important; background-color: rgb(255, 255, 255) !important; }[data-css=\"tve-u-6735ebb0758a03\"] { margin-top: 0px !important; padding: 20px 30px !important; margin-bottom: 0px !important; }[data-css=\"tve-u-6735ebb07589e7\"] { padding: 30px !important; margin: 0px !important; border-bottom: 1px solid rgb(221, 221, 221) !important; 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