Timeline und Checkliste für den Industriestrompreis


Timeline & Nächste Schritte: So bereiten Sie sich optimal vor

  • Q4 2025: EU-Notifizierung erwartet; Veröffentlichung der Förderrichtlinie  
  • 01.01.2026: Abrechnungsjahr 1 beginnt 
  • Q1-Q3 2026: Antragsphase bei BAFA
  • Q1-Q2 2027: Erste Auzahlung für 2026
  • 2028: Letztes Abrechnungsjahr
  • 2029: Letztes Auszahlung
  • Bis 2030: Umsetzung der Gegenleistungen (48 Monate nach Beihilfe)

Ihre Checkliste: Was Sie jetzt tun sollten

Die Zeit bis zur Umsetzung ist knapper, als viele denken. Die EU-Notifizierung wird für Dezember 2025 erwartet, danach erfolgt die Veröffentlichung der finalen Förderrichtlinie und der Antragsformulare. Ab dem ersten Januar 2026 beginnt das erste Abrechnungsjahr – Sie zahlen dann bereits die Stromkosten, für die Sie später die Subvention erhalten werden. Im ersten und zweiten Quartal 2026 läuft die Antragsphase beim BAFA. Die ersten Auszahlungen für das Abrechnungsjahr 2026 erfolgen dann im ersten oder zweiten Quartal 2027. Das bedeutet konkret: Wer im Januar 2026 Strom bezieht, erhält die Subvention dafür frühestens Anfang 2027 – je nach Bearbeitungsgeschwindigkeit der Behörde. Diese Schritte sollten Sie jetzt schon umsetzen oder anstoßen:

Berechtigung prüfen (jetzt): 

Klären Sie, ob Ihr Unternehmen zu den 91 KUEBLL-Sektoren gehört, ob Ihr Jahresverbrauch über 1 Gigawattstunde liegt und ob Ihre Stromkosten mehr als 14% der Bruttowertschöpfung ausmachen. Diese Prüfung sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden, denn nur wenn Sie berechtigt sind, lohnt sich die weitere Vorbereitung.

Stromverbrauch analysieren (Q4 2025):

Erfassen Sie Ihren detaillierten Jahresverbrauch 2025, idealerweise mit stündlicher oder zumindest viertelstündlicher Auflösung. Identifizieren Sie, welche Ihrer Verbräuche grundlastfähig sind und welche potenziell flexibel gestaltet werden können. Diese Daten brauchen Sie nicht nur für die Antragstellung, sondern auch für die Optimierung Ihrer Beschaffung.

Reinvestitions-Strategie entwickeln (Q1 2026):

Überlegen Sie frühzeitig, welche Gegenleistungsoptionen zu Ihrem Betrieb passen. Wo liegt Ihr größtes Flexibilitätspotenzial? Gibt es Prozesse, die zeitlich verschoben werden können? Macht ein Batteriespeicher Sinn? Können Sie von einem PPA mit einer EE-Neuanlage profitieren? Diese Entscheidungen brauchen Zeit und sollten nicht überstürzt getroffen werden.

Beschaffung optimieren (jetzt):

Prüfen Sie Ihre aktuellen Stromverträge und deren Kündigungsfristen. Viele klassische Festpreisverträge haben lange Laufzeiten und Kündigungsfristen. Wenn Sie 2026 von dynamischen Tarifen profitieren wollen, müssen Sie jetzt die Weichen stellen. Starten Sie gegebenenfalls Pilotprojekte zur Lastflexibilisierung, um Erfahrungen zu sammeln, bevor es um große Volumina geht.

Antrag vorbereiten (Q1-Q2 2026):

Sobald die Förderrichtlinie veröffentlicht ist, sammeln Sie alle erforderlichen Unterlagen. Erstellen Sie die Selbsterklärung zu Ihren geplanten Gegenleistungen und reichen Sie den Antrag zeitnah ein. Auch wenn bislang keine Aussage zu einer First-Come-First-Serve-Regelung getroffen wurde, schadet es nicht, zu den Ersten zu gehören.


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