Viele Unternehmen verstehen Power Purchase Agreements (PPAs) bereits als zentralen Baustein zeitgemäßer Strombeschaffung. Andere schrecken noch davor zurück, weil es so viele Fragen zu Ablauf und Umsetzung gibt. In diesem Artikel gibt es die Antworten: Was Sie als Verantwortliche in Unternehmen aus Industrie und Gewerbe von der Verbrauchsanalyse bis zum Vertragsschluss über PPAs wissen sollten – ein praktischer Leitfaden.
Wir optimieren Ihre Strombeschaffung
Unsere Expertise in der Optimierung und im Handel von Verbrauchsprofilen, kombiniert mit der längsten Handelserfahrung auf deutschen Kurzfristmärkten und unserer PPA-Plattform PowerMatch, bietet Ihnen eine dynamische Strombeschaffung.
Kurz erklärt: Was ist ein PPA?
Unter PPA versteht man einen meist mehrjährigen Stromliefervertrag zwischen einem Erzeuger – in der Regel ein Wind- oder Solarparkbetreiber – und einem Abnehmer. Ist der Abnehmer ein Unternehmen, spricht man von einem Corporate PPA.
Immer häufiger sind Stromhändler dazwischen geschaltet. Die Händler fungieren dann als Puffer oder Vermittler zwischen den unterschiedlichen Bedürfnissen beider Seiten. PPAs, bei denen der Händler operativ das recht komplizierte Bilanzkreismanagement und betriebswirtschaftlich die Marktrisiken übernimmt, nennt man Sleeved PPAs.
Inzwischen gibt es auch standardisierte PPAs für Industrie und Gewerbe. Wir von FlexPower etwa liefern unseren Stromkunden nicht die Einspeisemenge einer bestimmten Anlage, sondern das Einspeiseprofil der gewählten Erzeugungsart. Das macht die Stromlieferung homogener, berechenbarer und in der Regel preisgünstiger. Wie das funktioniert, erfahren Sie im Laufe des Artikels.
Welchen Vorteil haben PPAs für Unternehmen aus Industrie und Gewerbe?
PPAs ermöglichen größeren Verbrauchern den direkten Zugang zu garantiert erneuerbarem Strom zu günstigen Preisen. Anlagenbetreiber können damit – insbesondere nach dem Ende der Förderperiode – den Absatz ihres Stroms sichern. Mit PowerMatch bringen wir von FlexPower beide Seiten zusammen.
Liefert ein Corporate PPA Industrie und Gewerbe Strom, wenn er gebraucht wird?
Wind- und Solarparks produzieren nicht auf Abruf. Tatsächlich wird es die Regel sein, dass Ihr Verbrauch nicht deckungsgleich zur Liefermenge Ihres PPAs ist. Sie werden deswegen jedoch nicht ohne Strom dastehen. Die abweichenden Mengen müssen allerdings am Spotmarkt eingekauft oder verkauft werden.
Prognosen, Fahrplanmanagement und Ausgleichsenergie: Wer setzt es um?
Das Fahrplanmanagement, inklusive Erzeugungsprognosen und Meldung der Einspeisemengen bei den Netzbetreibern, ist normalerweise Sache des Lieferanten – egal, ob er Erzeuger oder Händler ist. Es gibt Ihnen bereits am Vortag Aufschluss darüber, zu welchen Zeiten Ihr Verbrauch vom PPA gedeckt ist. Vielleicht gibt es energieintensive Prozesse, die sich in diesen Stunden kumulieren lassen. Das Bilanzkreismanagement – insbesondere das Balancing, also die Beschaffung der nötigen Energie zum Ausgleich (positiver oder negativer) Bilanzkreisabweichungen– übernimmt ebenfalls der Lieferant.
Wie ist der Ablauf, wenn Liefermenge und Verbrauch voneinander abweichen?
Der Bilanzkreismanager erkennt anhand von Prognosen bereits am Vortag der Lieferung, welche Abweichungen (Imbalances) es voraussichtlich geben wird. Angenommen, er sieht, dass es am Vormittag eine Unterversorgung gibt, so kauft er die fehlende Menge am Day-Ahead-Markt ein. Im Laufe des nächsten Tages wird klar, dass am Nachmittag die Stromproduktion den Bedarf übersteigt. Dementsprechend verkauft er den Überschuss im Intraday-Handel. Der Stromverbraucher bekommt davon nichts mit.
Eine Ausnahme ist, wenn der Abnehmer seinen Verbrauch an die Verfügbarkeit von PPA-Strom anpassen will. Dann können Absprachen zwischen Händler und Abnehmer notwendig werden. Dazu lesen Sie hier mehr...
Benötige ich für einen PPA einen eigenen Bilanzkreis?
Selbst in Industrie und Gewerbe benötigen die meisten Verbraucher keinen eigenen Bilanzkreis. Dies lohnt sich vor allem bei sehr großen Verbrauchern, die möglicherweise zudem selbst Strom erzeugen oder Systemdienstleistungen anbieten. Andere große Verbrauchsstellen werden von den Bilanzkreismanagern meist in größeren Bilanzkreisen gepoolt.
Egal, ob Ihrem Unternehmen ein eigener Bilanzkreis zugeordnet wird oder nicht: Das Management übernimmt eigentlich immer der Lieferant. Als PPA-Kunde müssen Sie sich darum also nicht kümmern.
Wer zahlt, wenn Liefermenge und Verbrauch voneinander abweichen?
Dies ist die Gretchenfrage bei jedem PPA. Typischerweise gilt bei Corporate PPAs das Prinzip „Pay-as-Produced“. Das bedeutet, der Abnehmer trägt das volle Produktionsrisiko: Er muss jede produzierte Megawattstunde bezahlen und die Abweichungen finanziell ausgleichen. Die Beschaffung der Ausgleichsenergie kann Einnahmen oder Ausgaben generieren – je nachdem, ob Strom hinzu- oder abverkauft werden muss.
In anderen Modellen werden Produktions- und Preisrisiken zu unterschiedlichen Anteilen aufgeteilt. Klar ist: Je mehr Risiko der Lieferant trägt, umso kalkulierbarer wird der Strompreis für den Abnehmer, aber tendenziell auch teurer.
Mit einem PPA von FlexPower gleichen wir als erfahrene Stromhändler die Imbalances am Spotmarkt aus, sodass Sie immer die richtige Menge Strom erhalten. Liefert der PPA zu viel Strom, verkaufen wir den Überschuss für Sie an der Börse, liefert er zu wenig, kaufen wir die Unterdeckung hinzu. Die Erlöse und Kosten dafür hängen vom jeweiligen Börsenkurs des Stroms ab. Wie wir die Erlöse und Aufwände untereinander aufteilen, entscheiden Sie.
Kann ich als Industrie oder Gewerbe das Produktionsrisiko eines Corporate PPA absichern?
Ja, das Produktionsrisiko lässt sich auch bei Corporate PPAs absichern. Durch sogenanntes Firming werden dem Stromkunden bestimmte Liefermengen zugesichert. Eine fixe Liefermenge für jede Stunde des Jahres etwa nennt man auch Baseload-PPA. Solche Sicherheiten kosten jedoch entsprechende Prämien.
Bei den standardisierten PPAs von FlexPower ist das Produktionsrisiko per se niedriger. Durch das Pay-as-Forecast-Modell sichern wir die Liefermengen nach Einspeiseprofilen der jeweiligen Erzeugungsart („shapes“) zu – konkret: Zugesichert wird jeweils am Vortag die Day-ahead-Prognose der Wind- und Solar-Shapes von enwex.
Der Vorteil: Die Produktion aller PV- oder aller Windkraftanlagen in einem bestimmten Gebiet ist naturgemäß weniger volatil als diejenige einzelner Anlagen. Eine Wolke kann zwar ein PV-Modul, vielleicht sogar einen ganzen Solarpark beeinträchtigen, sie erzeugt aber keine Abweichung der prognostizierten Menge aller Solarparks in einem größeren Gebiet. Ähnliches gilt für lokale Flauten oder Anlagenausfälle für die Windstromproduktion. Abweichende Mengen müssen jedoch auch bei standardisierten PPAs hinzugekauft werden. Standardisierte as-forecasted PPAs eliminieren das idiosynkratische Risiko einer einzelnen Erzeugungsanlage.
Lässt sich der Preis fürs Balancing fixieren oder hedgen?
Die gesamte Ausgleichsenergie zu hedgen, ist möglich. Ein typisches Hedging-Instrument für einen PPA ist ein Contract for Difference (CfD). Damit erhält der Stromkunde Ausgleichszahlungen für die Mengen, bei denen die Strompreise von einem vereinbarten Strike Price abweichen. Ein fester Strike Price kommt allerdings einem Fixpreis gleich und kostet entsprechend hohe Aufschläge. Günstiger ist es, nur einen Teil der Lieferung zu hedgen – etwa durch ein Cap-and-Floor-Modell.
Eine andere Strategie besteht darin, nur Teile des Stromverbrauchs über einen PPA zu beziehen und einen anderen Teil über den Terminmarkt mit Base oder Peak Futures abzudecken. Damit können Sie momentan überschüssigen Strom bilanziell „speichern“, bis sie ihn benötigen.
Kann ich mich auch gegen eine Dunkelflaute schützen?
Als Dunkelflaute werden Phasen bezeichnet, in denen Wind- und Solaranlagen gleichzeitig nur wenig Strom erzeugen – typischerweise an windschwachen, trüben Wintertagen, mitunter über mehrere Tage. Die verbleibende Last muss dann fast vollständig aus steuerbaren Kraftwerken – vor allem Gas – und aus Importen gedeckt werden. Weil dabei die teuersten Kraftwerke den Preis setzen, steigen die Börsenpreise deutlich und schwanken stärker.
Für PPA-Kunden ist eine Dunkelflaute deshalb in erster Linie kein Mengen-, sondern ein Preisrisiko: Strom erhalten Sie aus dem Netz jederzeit – aber die Mengen, die Ihr Wind- oder Solar-PPA in diesen Stunden nicht liefert, müssen zu hohen Spotpreisen beschafft werden. Echte, mehrtägige Dunkelflauten sind selten; ihr Kosteneffekt ist jedoch nicht unerheblich.
Absichern lässt sich dieses Risiko über drei Hebel, die sich kombinieren lassen. Mengenseitig sichert ein Baseload-PPA eine feste Liefermenge für jede Stunde des Jahres zu; das Produktionsrisiko trägt dann der Lieferant, was sich in einem entsprechenden Aufschlag niederschlägt.
Zum anderen senkt eigene Flexibilität die Abhängigkeit von teuren Stunden. Mit Demand-Side-Management verschieben oder drosseln Sie Lasten gezielt in den – meist gut prognostizierbaren – Hochpreisphasen einer Dunkelflaute. Ein Batteriespeicher hinter dem Netzverknüpfungspunkt (Behind-the-Meter) wirkt in dieselbe Richtung: Er überbrückt kurze Spitzen und verschiebt Ihren Netzbezug, ersetzt eine mehrtägige Dunkelflaute aber nicht.
Drittens lässt sich das Preisniveau unabhängig von der Menge absichern. Ein volumenneutraler Hedge – etwa ein Cap, ein Cap-and-Floor oder ein Contract for Difference – fixiert das Preisniveau rein finanziell, ohne dass Sie sich auf bestimmte Liefermengen festlegen: Steigt der Spotpreis in der Dunkelflaute, gleicht der Hedge die Differenz aus. Gegen die zunehmende Preisvolatilität wirkt zudem unsere virtuelle Batterie FlexHL, die Strom aus günstigen Stunden bilanziell in teure Stunden verschiebt und so die Kostenwirkung von Preisspitzen im Tagesverlauf dämpft.
Welche Kombination für Sie sinnvoll ist, hängt von Ihrem Lastprofil und Ihrer Risikobereitschaft ab – das stimmen wir im Rahmen der Bedarfsanalyse mit Ihnen ab.
Für wen lohnt sich welcher Hedge?
Wer unabhängig von den PPA-Liefermengen produzieren und das Preisrisiko auslagern will, sollte über einen virtuellen PPA mit CfD nachdenken. Wenn Sie Ihr Lastprofil hingegen weitgehend mit einem PPA oder einer Kombination aus mehreren PPAs abdecken können, fahren Sie in der Regel mit einer virtuellen Batterie günstiger. Diese eignet sich besonders für Verbraucher, die kurzfristige Über- und Unterdeckungen im Tagesverlauf ausgleichen und das Preisrisiko dafür abgeben wollen.
Welche Corporate PPAs gibt es für unterschiedliche Lastprofile in Industrie und Gewerbe?
Mit den richtigen PPAs lassen sich verschiedene typische Lastprofile aus Industrie und Gewerbe recht gut nachbilden. Solar-PPAs eignen sich etwa für produzierende Gewerbebetriebe im 2- bis 3-Schichtbetrieb. Insbesondere über Shapes standardisierte PPAs liefern mittlerweile aufgrund des großflächigen Ausbaus tagsüber relativ konstant eine gut berechenbare Menge Strom. Für die Winterzeit kann ein Wind-PPA eine sinnvolle Ergänzung sein.
Industriebetriebe, die ganzjährig auch nachts produzieren, Rechenzentren oder Betriebe, die aus anderen Gründen 24 Stunden am Tag eine hohe Grundlast haben, sind ohnehin mit Windkraft besser beraten. In unserem PPA-Konfigurator können Sie sehen, wie sich einige typische Verbrauchsprofile durch PPAs optimal abdecken lassen.
Wie finde ich meinen Bedarf heraus?
Der erste Schritt auf dem Weg zu einem Corporate PPA ist eine detaillierte Bedarfsanalyse. Dafür genügt es nicht zu wissen, wie viel Strom Sie im Monat oder am Tag verbrauchen. Entscheidend(er) ist der Lastverlauf innerhalb eines typischen Tages.
Wenn Sie sich für einen PPA von FlexPower interessieren, analysieren wir Ihren Bedarf für Sie. Dies beinhaltet ein viertelstundengenaues Lastprofil. Außerdem decken wir Flexibilitätspotenziale in Ihrem Betrieb auf. Diese helfen Ihnen, das volatile Angebot von erneuerbarem Strom besser zu nutzen. Auf diese Weise können Sie Ihre Energiekosten zusätzlich signifikant senken.
Wie gut müssen Stromerzeugung und Verbrauch zusammenpassen?
Je genauer sich Verbrauch und Liefermenge überschneiden, umso günstiger ist der genutzte Strom für den Abnehmer. Denn der Ausgleich der Imbalances kostet tendenziell mehr als er einbringt. Das liegt daran, dass Strom am Spotmarkt günstiger ist, wenn viel Wind- und Sonnenstrom verfügbar ist. Sie werden also vor allem dann Strom zukaufen müssen, wenn der Preis höher ist. Genau dieses Risiko ist in Fixpreisen und anderen Hedges bereits eingepreist.
Was bringt es mir, meinen Verbrauch zu flexibilisieren?
Ein flexibler Stromverbrauch ist einer der wirksamsten Hebel, um Stromkosten zu senken. Wer vor allem in den hochpreisigen Stunden – meist am frühen Vormittag und am Abend – seinen Verbrauch senken kann, hat gute Karten, teure Zukäufe am Spotmarkt zu vermeiden. Wer es zudem schafft, in Stunden negativer Strompreise seinen Verbrauch über die PPA-Lieferungen hinaus zu maximieren, kann sogar Geld damit verdienen, dass er unflexibleren Akteuren überschüssigen Strom abnimmt.
Ein typisches Feld der Flexibilisierung ist die Erzeugung thermischer Energie aus Strom. Aber auch Produktions- und Transportprozesse sind zeitlich verschiebbar. Wo die Produktion selbst schwer anzupassen ist, können Batteriespeicher als physische Hedges den Netzbezug flexibilisieren.
Wir von FlexPower helfen Ihnen auf Wunsch, solche Flexibilitätspotenziale aufzudecken und zu heben. Vertraglich fixierte Flexibilität honorieren wir bei der Preisfindung für PPAs, virtuelle Batterien und andere Hedges.
Wie kann ich einen Corporate PPA für mein Scope-2-Reporting verwenden?
Ein Corporate PPA kann Ihr marktbasiertes Scope-2-Reporting deutlich verbessern. Voraussetzung dafür ist, dass die zugehörigen Herkunftsnachweise (HKN) eindeutig übertragen und entwertet werden. In diesem Fall kann der bezogene Strom nach GHG Protocol (Scope 2 Guidance) bilanziell als emissionsfrei ausgewiesen werden.
Wie werden Herkunftsnachweise übertragen und entwertet?
Herkunftsnachweise werden in elektronischen Registern geführt und über eindeutig zugewiesene Konten übertragen. Die korrekte Anrechnung eines PPA im Scope-2-Reporting setzt voraus, dass Herkunftsnachweise vertraglich eindeutig übertragen und im Konto des Verbrauchers entwertet werden. Dies kann auch der Lieferant im Auftrag des Abnehmers ausführen. Entscheidend ist ein transparenter Audit-Trail vom Erzeuger bis zur Entwertung beim Letztverbraucher.
Häufig gestellte Fragen zu Corporate PPAs
Individuelle Corporate PPAs lohnen sich ab einem Stromverbrauch von 10 Gigawattstunden pro Jahr (GWh/a). Dank unserer standardisierten PPAs können wir ein PowerMatch ab 5 GWh/a anbieten.
Ein PPA muss nicht den gesamten Strombedarf abdecken. Es kann mit bestehenden Beschaffungsmodellen, etwa einem Fixpreistarif, kombiniert werden. Wichtig dabei ist, dass die jeweiligen Liefermengen und Zeitprofile aufeinander abgestimmt sind.
Die Strompreise unterscheiden sich bei PPAs zum einen nach der Erzeugungsart: Der Preis von Solarstrom liegt regelmäßig deutlich unter dem von Windstrom. Hinzu kommt die Vertragsausgestaltung: Je mehr Risiken der Stromkunde bei sich behält, umso günstiger wird der Preis, und umgekehrt. Ein weiterer Faktor ist der Lieferzeitraum.
Beides sind staatliche Entlastungen für einen engen Kreis energieintensiver Branchen und beide ersetzen keine Beschaffungsstrategie. Der Industriestrompreis senkt für berechtigte Unternehmen den Preis für bis zu 50 Prozent des Verbrauchs auf rund 5 ct/kWh, gilt aber nur befristet bis 2028. Wer die Entlastung nutzt, muss mindestens die Hälfte der Beihilfe in Dekarbonisierung reinvestieren – ein neuer PPA kann dazu zählen, wenn er neue oder modernisierte Anlagen finanziert.
Genau hier liegt der Unterschied: Der Industriestrompreis wirkt bis 2028, ein PPA sichert Ihre Beschaffung darüber hinaus – unabhängig davon, ob Sie förderberechtigt sind. Die Strompreiskompensation für indirekte CO₂-Kosten bleibt dabei erhalten, denn sie wird über einen durchschnittlichen CO₂-Faktor berechnet, nicht über die Herkunft Ihres Stroms. Ein grüner PPA schmälert sie also nicht. Kombinieren lassen sich beide Instrumente, allerdings nicht für dieselbe Strommenge.
Alles zu Anspruch, Fristen und Antrag lesen Sie in unserem Beitrag zum Industriestrompreis...
Physische Batterien beim Kunden erhöhen dessen Flexibilität, den Verbrauch nach der Verfügbarkeit von PPA-Strom zu richten. Das gibt ihm die Möglichkeit seine Kosten im Einkauf zu optimieren. Einige Lieferanten – zum Beispiel FlexPower – gewähren Kunden auch Nachlässe für vorhandene Batteriespeicher und flexiblen Verbrauch.
Virtuelle Batterien sind bilanzielle Hedges, die sich jedoch ähnlich auf die Beschaffungskosten auswirken wie physische Batterien. Überschüssiger Strom aus einem PPA wird hier in preisgünstigen Stunden bilanziell „gespeichert“, damit er in teureren Stunden zur Verfügung steht. Statt Investitionskosten fallen laufende Gebühren an.
Die Plattform PowerMatch zeigt registrierten Nutzern die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher und zu welchem Preis Lieferanten dort Strom anbieten. Damit geben wir beiden Seiten eine preisliche Orientierung für unterschiedliche Lieferzeiträume. Die vertraglichen Bedingungen dahinter sind jedoch sehr unterschiedlich. Deshalb vermitteln wir letztlich persönlich die richtigen PPA-Partner.
Ihr Lastprofil analysieren wir für FlexPower-Kunden. Über unseren PPA-Rechner können Sie sich vorab einen Eindruck anhand verschiedener Standardprofile machen.
Flexibilität ist Trumpf. Je genauer ein Betrieb den Stromverbrauch an die Erzeugung anpassen kann, umso günstigere Preise erzielt er beim Ausgleich der Imbalances am Spotmarkt. Unmittelbar profitiert davon zwar die Partei, die die Produktionsrisiken übernimmt. Aber wer um seine Flexibilität weiß, kann sich entsprechend aufstellen und sie als Verhandlungsmasse einbringen.
Ein PPA ist tendenziell ein komplizierterer Vertrag als ein Fixpreistarif beim örtlichen Versorger. Dementsprechend erfordert er anfänglich etwas mehr Aufmerksamkeit. Die Stromlieferungen erfolgen nach Vertragsbeginn genauso unauffällig wie sonst auch. Bei FlexPower begleiten wir Sie durch den gesamten Prozess von der Bedarfsanalyse über Flexibilitätslösungen bis zur letzten Stromlieferung Ihres PPAs.
Strom aus erneuerbaren Quellen hat niedrigere Grenzkosten, weil keine teuren Brennstoffe verbraucht werden. Ein Wind- oder PV-PPA gibt Ihnen die Möglichkeit davon zu profitieren. Und für die Sicherheit, dass der Erzeuger seinen Strom verkaufen kann, gibt er Ihnen einen zusätzlichen Preisnachlass.
Natürlich verbrauchen Sie letztendlich auch mit einem PPA teureren Graustrom, wenn gerade nicht genug PPA-Strom zur Verfügung steht. Aber schon durch leichte Anpassungen Ihres Erzeugungsprofils können Sie den Anteil senken.
In einem Fixpreistarif dagegen ist der Strompreis unabhängig vom Verbrauchsprofil. Dies weckt einen Moral Hazard: Vor allem Verbraucher, die sich nicht um ihr Lastprofil kümmern und viel Graustrom nutzen, buchen Fixpreistarife. Und gegen dieses Risiko schützen sich Anbieter von Fixpreistarifen mit hohen Preisaufschlägen.
PPAs sind durchaus komplexe Vertragswerke. Es gibt etliche Möglichkeiten, die strommarktinhärenten Risiken unter den Vertragspartnern aufzuteilen. Daher ist es für Laien sehr schwer, solche Verträge wirklich zu verstehen. Mit PowerMatch reduzieren wir ganz bewusst den Gestaltungsspielraum. Das macht es nicht nur Ihnen einfacher, einen passenden Tarif zu finden, es senkt auch administrative Kosten.
Hinzu kommt: Wenn sich Ihr Bedarf grundlegend ändert, können wir einen anderen Kunden für Ihren standardisierten PPA suchen, sodass Sie Ihre Stromversorgung vor Ende der Vertragslaufzeit umstellen können.
Im Falle einer Insolvenz kann es sein, dass der PPA neu verhandelt werden muss. Dies könnte in höheren Preisen enden. Im Falle eines physischen Ausfalls muss die Beschaffung ebenfalls neu organisiert werden. Hier liegt ein weiterer Vorteil unserer standardisierten PPAs: Durch das Pooling der Lieferanten macht sich ein einzelner Ausfall in der Produktion kaum bemerkbar. Das Kostenrisiko liegt zudem bei uns.

