Was sind Liquid Power Purchase Agreements (PPAs)?
Wie bei anderen PPAs (Power Purchase Agreements) geht es auch bei „Liquid PPAs“ (Deutsch: handelbarer Stromliefervertrag) um langfristige Lieferverträge für Strom, wobei es in Europa fast immer um Strom aus den erneuerbaren Energiequellen Wind und Sonne geht.
Definition
Die Idee von Liquid PPAs ist relativ jung, daher ist der Begriff in der Energiewirtschaft noch nicht klar definiert. Für gewöhnlich verweist die Einstufung eines PPAs als liquid (Deutsch: handelbar) jedoch darauf, dass es sich um ein hoch standardisiertes Produkt handelt, bei dem Preise und Liefermengen äußerst transparenten Regeln folgen, die es Erzeugern und Abnehmern ermöglichen, Stromlieferungen beziehungsweise Strombestellungen für die Zukunft liquide an Plattformen zu handeln.
Was unterscheidet Liquid PPAs von klassischen PPAs?
Liquid PPAs sind in vielerlei Hinsicht das direkte Gegenstück zu klassischen PPAs. Dies äußert sich in vielen Aspekten der Beziehung zwischen Lieferanten und Verbrauchern. Die folgenden Unterschiede gehören zu den wichtigsten.
Individualität vs. Standardisierung
Klassische PPAs sind individuell ausgehandelte Verträge mit langfristig festgelegten Vereinbarungen über Preise und Mengen in Verbindung mit einzelnen Produktionsanlagen. Diese folgen oft komplizierten Mustern und sind auf die Voraussetzungen und vermeintlichen Bedürfnisse der beiden Vertragsparteien zugeschnitten. Und – auch, wenn sich mittlerweile widerkehrende Muster (z.B. über Preisgestaltung und Abnahmeverpflichtungen) etabliert haben – endet die Kombination der Muster in sehr individuellen Vertragskonstrukten, die nur selten sinnvoll auf andere Vertragsparteien übertragen werden können.
Liquid PPAs hingegen sind hoch standardisierte Produkte, die transparenten Regeln folgen. Häufig sind Komponenten wie Liefermengen und Preise an allgemeine Indizes gebunden oder sogar von vorneherein festgelegt. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Handelbarkeit dieser PPAs.
PowerMatch - PPAs nach Maß
PowerMatch ist die PPA-Plattform von FlexPower, die es Erzeugern erneuerbarer Energien und Speicherbetreibern erstmals ermöglicht, direkt mit Stromverbrauchern aus Industrie und Gewerbe Strom zu handeln.
Lineare vs. gepoolte Lieferungen
Bei klassischen PPAs erfolgt die Versorgung mit elektrischer Energie meist linear von einem Erzeuger, oder sogar einer einzelnen Erzeugungsanlage, zu einem Verbraucher beziehungsweise Abnehmer. Je nachdem, welcher Gruppe der Abnehmer angehört, werden sie dann als Corporate (bei Unternehmen), Government (bei öffentlichen Entitäten) oder Utility PPAs (bei Versorgern wie Stadtwerken) bezeichnet.
Wesentlicher Bestandteil von nahezu allen Arten von PPAs ist die Vereinbarung darüber, wer dafür zuständig ist, die Differenz zwischen Produktion und Bedarf auszugleichen. Dies ist deshalb so wichtig, weil praktisch ausgeschlossen ist, dass Solar- und Windkraft genau so viel Strom erzeugen, wie ein Betrieb oder ein Versorger gerade benötigt. Dies gilt für klassische und handelbare PPAs.
Allerdings ist das Risiko umso größer, wenn der Strom aus einzelnen Anlagen kommt, deren Einspeisung nicht nur vom allgemeinen Wetter, sondern auch von lokalen Umständen oder ihrem Wartungszustand abhängt. Darüber hinaus haben beide Vertragsparteien das Kreditausfallrisko der jeweils anderen Partei zu tragen, was zu komplizierten Sicherungskonstrukten führt.
Um all dies zu vermeiden, liefern Erzeuger ihren Strom bei Liquid PPAs in einen Pool, aus dem dann die Abnehmer in homogenen Tranchen unterschiedlicher Größe versorgt werden. Dadurch wird das Erzeugungsrisiko der einzelnen Anlagen über einen Index gepoolt und – gemäß dem Gesetz der großen Zahl – für die Abnehmer drastisch gesenkt. Solche (auch virtuellen) Anlagenpools sind die Grundlage für Liquid PPAs. Denn Ausfälle einzelner Anlagen fallen in der Masse nicht ins Gewicht, sodass verlässliche, gut prognostizierbare Erzeugungsprofile entstehen, die die Anbieter von Liquid PPAs (in der Regel Stromhändler) den Abnehmern garantieren können, ohne selbst zu stark ins Risiko zu gehen.
Wie funktioniert ein Liquid PPA?
Der hohe Grad an Standardisierung bei handelbaren PPAs bedeutet nicht, dass es keine Vielfalt bei diesen Produkten gibt. So sind unterschiedliche Preisgestaltungen, Laufzeiten oder Lieferbedingungen von PPA zu PPA möglich, gelten dann aber einheitlich für alle Lieferanten beziehungsweise Abnehmer desselben Liquid PPAs.
Ein typisches Beispiel sind die enwex-PPAs von FlexPower. Die technologiespezifischen Indizes von enwex (kurz für Energy Weather Index) wurden von der enwex GmbH und FlexPower Energy gemeinsam entwickelt. Sie geben um 10 Uhr am Vortag der Lieferung an, mit wie viel Prozent (ein Indexwert von 0-100) ihrer jeweiligen Peakleistung eine durchschnittliche Wind- oder PV-Anlage am nächsten Tag zu jeder Stunde des Tages einspeisen wird. Die Werte werden täglich auf der Internetseite von enwex veröffentlicht.
Diese Day-ahead-Prognose (Englisch: forecast) garantiert FlexPower mit seinem Liquid PPA seinen Käufern als Lieferung für den jeweils nächsten Tag – also nach dem Lieferprinzip „Deliver as forecast“. Umgekehrt zahlen die Kunden – nach dem Prinzip „Pay as forecast“ – für genau diese Menge den vereinbarten Festpreis in Euro pro Megawattstunde (EUR/MWh). Abweichende Mengen müssen die Abnehmer über andere Wege kaufen oder verkaufen.
Die Erzeuger indes speisen ihrerseits den Strom ein, den ihre Anlagen mit der angebotenen Kapazität produzieren und erhalten für die indizierten Mengen einen Festpreis in EUR/MWh. Das Kalkül: Manche Anlagen werden über-, andere unterdurchschnittlich viel Strom produzieren. Im Mittel wird der Strom recht genau die prognostizierten Lieferungen decken. Die meist marginalen Abweichungen glättet FlexPower an den Intraday-Märkten – mal mit Gewinn, mal mit Verlust.
Liquid PPAs für Wind und PV funktionieren konzeptionell genauso wie Peak- und Baseload-Kontrakte mit dem Unterschied, dass sich das Lieferprofil an der durchschnittlichen Produktion aller Wind- und PV-Anlagen in einem Netzgebiet orientieren. Genau wie Strom aus Kohlekraft im Regelfall nicht über direkte PPAs geliefert wird, sondern über einen Baseload PPA abgewickelt wird, abstrahieren Liquid PPAs die Produktion von fluktuierenden Erneuerbaren in ein standardisiertes und damit handelbares Profil.
Beispiel für Strombeschaffung über einen Liquid PPA
Die Stadtwerke Neustadt haben zur Deckung der Grundlast ihres Versorgungsgebiets von 20 MW ein Liquid Wind-PPA für 70 MW zu einem Preis von 60 EUR/MWh gekauft. Zu Abdeckung der Lastspitzen von bis zu 10 MW zusätzlich nehmen sie einen Liquid Solar-PPA für 30 MW mit einem Basispreis von 40 EUR/MWh dazu.
Für die Stunde zwischen 13 und 14 Uhr an einem Sommertag meldet der enwex Wind einen Wert von 15, der enwex Solar 40 Prozent. Das bedeutet, dass in dieser Stunde ein durchschnittlicher Windpark mit 100 MW 15 MWh einspeisen wird, ein durchschnittlicher Solarpark mit derselben Peakleistung 40 MWh.
Die garantierte Stromlieferung von FlexPower an die Stadtwerke berechnet sich für diese Stunde also wie folgt:
Wind: 70 MW x 15%x 1 h = 10,5 MWh
PV: 30 MW x 40% x 1 h = 12 MWh
In Summe erhalten die Stadtwerke also 22,5 MWh. Dafür werden die folgenden Beträge fällig:
Wind: 10,5 MWh x 60 EUR/MWh = 360 EUR
Solar: 12 MWh x 40 EUR/MWh = 480 EUR
Die tatsächliche Last im Netzgebiet liegt in der fraglichen Stunde jedoch bei 30 MW. Die übrigen rund 7,5 MW kaufen die Stadtwerke im Day Ahead-Handel für 6 EUR/MWh hinzu, für ein bis drei EUR/MWh könnten sie dann noch einen Herkunftsnachweis dazu kaufen, der zertifiziert, dass es sich um Grünstrom handelt.
Das ist zwar ein wenig teurer als der durchschnittliche Strompreis der beiden PPAs. Er liegt aber immer noch deutlich unter anderen Beschaffungsarten. Zum Vergleich: Ein Baseload-Future für das Jahr 2026 ohne Grünstromgarantie wurde im Jahr 2025 durchschnittlich für 88 EUR/MWh gehandelt.
Reaktion auf Bedarfsänderung
Soweit hätten die Stadtwerke Neustadt ihren Bedarf auch in ähnlicher Weise mit einem klassischen PPA abdecken können – zumindest, wenn sie geschickt verhandelt hätten. Nun aber ist die Beschaffungsabteilung froh, dass sie sich für Liquid PPAs entscheiden hat. Denn im kommenden September soll in Neustadt ein neues Rechenzentrum mit einem Strombedarf von rund 0,5 MW rund um die Uhr in Betrieb genommen werden. Unter Berücksichtigung der zu erwartenden Volllaststunden einer Windenergieanlage in Deutschland benötigt man rund 1,75 MW Windkraftkapazität, um diesen Bedarf zu decken.
Da die Eigentümer den Strom zunächst über den Grundversorger beziehen wollen, kaufen die Stadtwerke einen weiteren Wind-PPA zum Produktionsstart des Rechenzentrums mit einer Kapazität von 1,75 MW ab September. Sollten sich die Betreiber des Rechenzentrums später entscheiden, ihre Strombeschaffung in die eigenen Hände zu nehmen, können die Stadtwerke das Liquid PPA ganz einfach wieder veräußern – im Zweifel sogar direkt an die Betreiber des Rechenzentrums.
Beispiel für Stromvermarktung über einen Liquid PPA
Bis vor kurzem hatte der Windpark Neustadt ein Utility PPA über die gesamte Produktion mit den örtlichen Stadtwerken. Diese sind aber auf Liquid PPAs umgestiegen, um ihren Bedarf flexibler abdecken zu können.
Die Betreiber entschieden sich zunächst für einen Merchant PPA, also einen Direktvermarktungsvertrag, mit einem Stromhändler. Die Erlöse im vergangenen Winter waren zwar attraktiv, doch um die verbleibenden Kredite abzulösen, benötigen sie einen steteren Cashflow. Nach der vollständigen Amortisierung in gut einem Jahr wollen die Eigentümer erneut entscheiden, ob sie ihr Glück wieder an den Spotmärkten versuchen oder bei den berechenbareren Erlösen eines PPAs bleiben wollen. Sie entscheiden sich deshalb für einen Liquid PPA, den sie dann ganz oder auch teilweise wieder verkaufen können.
Welche Vor- und Nachteile haben Liquid PPAs für Abnehmer und Erzeuger?
Wie alle PPA-Arten haben auch Liquid PPAs einige spezifische Vor- und Nachteile.
Handelbarkeit
Die Handelbarkeit von Liquid PPAs bedeutet für große Abnehmer und Versorgungsbetriebe eine sehr niedrigschwellige und risikoarme Möglichkeit, Strom aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Auf ähnliche Weise profitieren auch Betreiber von Solar- und Windenergieanlagen von den Eigenschaften von Liquid PPAs.
Transparenz
Der hohe Standardisierungsgrad und die Bindung an öffentlich verfügbare Indizes machen Liquid PPAs nicht nur handelbar, sondern auch transparent – sowohl für Stromkunden und Erzeuger, als auch für Fremdkapitalgeber oder sonstige Geschäftspartner.
Dabei verstärken sich beide Vorteile gegenseitig: Die Transparenz macht den Handel attraktiver und der Handel erhöht wiederum die Preistransparenz.
Durch die klaren Konditionen, die Kopplung an unabhängige Indizes und die öffentlich einsehbaren Preise unterliegen Liquid PPAs in wesentlich höherem Maße dem marktlichen Wettbewerb als bilaterale Verträge, deren Verständnis ein hohes Maß an Expertise verlangt.
Dadurch ist es sehr wahrscheinlich, dass bei gegebenen Konditionen faire und wettbewerbliche Preise entstehen. Dies ist ein wesentliches Plus gegenüber klassischen PPAs, bei denen sich ein geschickter PPA-Partner erhebliche Vorteile gegenüber dem anderen verschaffen kann.
Individualisierung
Liquid PPAs können nicht auf die jeweiligen Bedürfnisse von Erzeugern und Abnehmern angepasst werden, schließlich handelt es sich um standardisierte Produkte. Dafür entfallen aber die ungleich höheren Anbahnungs- und Abschlusskosten individueller PPAs. Denn Interessenten können sich aus einem übersichtlichen Portfolio die Verträge heraussuchen, die in etwa ihren Bedürfnissen entsprechen.
Produktionsrisiko
Produzenten behalten bei Liquid PPAs ein gewisses Restrisiko für ihre Produktion. Dies liegt daran, dass sich die vertragliche Liefermenge nach einem Index richtet, nicht nach der individuellen Produktion einer bestimmten Anlage. Für den Produzenten handelt es sich also gewissermaßen um einen Proxy-Hedge.
Die daraus resultierende Abweichung zwischen Erzeugungs- und Liefermenge muss der Produzent oder dessen Händler viertelstündlich am Spotmarkt selbst handeln. Daraus entsteht ihm ein gewisses Mengenrisiko, dass besonders relevant wird, wenn eine Anlage ausfällt. Doch selbst diese bedeutet nicht unbedingt größere Verluste als der Ausfall innerhalb eines Pay-as-produced-PPAs, bei dem der Abnehmer immer genau die erzeugte Menge kaufen muss: Der Produktionsausfall trifft den Produzenten in jedem Fall. Aber bei günstigen Spotmarktpreisen kann er trotzdem noch Handelsgewinne erwirtschaften.
Niedrige Einstiegshürden und Transaktionskosten
Aus den genannten Gründen bieten Liquid PPAs allen Marktteilnehmern eine niedrigschwellige Möglichkeit, die Vorteile von PPAs zu nutzen. Denn langwierige Verhandlungen über komplexe Verträge entfallen und senken die Transaktionskosten. Da die Laufzeit nahezu beliebig abgekürzt werden kann, ist zudem die Tragweite möglicher Fehlentscheidungen begrenzt.
Abnehmer / Verbraucher | Erzeuger | |
|---|---|---|
Flexibilität von Vertragslaufzeit | Schnellerer Auf- und Abbau von | Schnellere Vermarktung neuer Erzeugungskapazität (etwa nach einzelner Bauabschnitte) |
Transparenter Wettbewerb | Faire Preise durch hohen Wettbewerb | Faire Preise durch hohen Wettbewerb |
Niedrigschwelliger Marktzugang | Einfacher Beschaffungsmix über mehrere Kanäle | Einfache (Teil-)Vermarktung eines Assets über mehrere Kanäle (etwa zur Kombination mit Direktvermarktung & Spotoptimierung) |
Welche volkswirtschaftlichen Vor- und Nachteile bergen Liquid PPAs?
Wenn Liquid PPAs Vorteile für Erzeuger und Verbraucher haben, liegt es nahe, dass sie auch volkswirtschaftlich gesehen positive Effekte haben.
„Commodification“ durch Standardisierung und Transparenz
Indizes wie die von enwex machen Liquid PPAs zu standardisierten, liquiditätsfördernden Vermarktungsvehikeln für nachhaltig produzierten Strom. Die Standardisierung eliminiert die Transaktionskosten des Handels mit erneuerbarer Energie, die durch komplizierte Vertragsverfahren großer Tragweite anfallen. Damit senkt sie die Marktzugangshürden und sorgt somit für mehr Akteure am Markt.
Die Folge ist eine hohe Verfügbarkeit von nachhaltigem Strom an den Marktplätzen für Liquid PPAs. Die hoch transparente Preisbildung reduziert Informationsasymmetrien zwischen Erzeugern und Verbrauchern und verhindert dadurch unter anderem, dass einzelne Marktteilnehmer oligopolistische Strukturen ausnutzen.
Insgesamt fördern Liquid PPAs einen stabileren Wettbewerb am Strommarkt, der dadurch letztlich ähnlich funktionieren kann wie Commodity-Märkte. Das bedeutet: Erneuerbarer Strom muss nicht mehr über bilaterale Verträge vertrieben werden, sondern kann in immer größeren Mengen wie eine klassische Commodity – wie Erdöl, Weizen, Kupfer etc. – gehandelt werden. Ein solcher Schritt – weg von der lokalen Produktion – etabliert grünen Strom als globales Produktionsgut und stärkt damit letztlich seine Akzeptanz als effizienten Energie-„Rohstoff“.
Kapitalkosten
Bisher haben Liquid PPAs relativ kurze Laufzeiten. Dadurch bieten Liquid PPAs etwas weniger Planungssicherheit. Folglich eignen sie sich nicht in gleichem Maße dazu die Kapitalkosten für eine Neuinvestition zu senken wie klassische PPAs mit jahrzehntelangen Laufzeiten. Dies ist aber nur eine Momentaufnahme. Grundsätzlich sind Liquid PPAs mit ebenso langen Laufzeiten denkbar wie bilaterale Liefervereinbarungen.
Sinkende Kosten
Die niedrigen Transaktionskosten für die Akteure haben auch volkswirtschaftliche Effekte auf die Kostenstruktur des Strommarkts. In Verbindung mit dem starken Wettbewerb sorgen sie nicht nur dafür, dass sich die Verbraucherpreise noch stärker den Erzeugungskosten annähern.
Der Wettbewerb stärkt auch den Druck auf die Erzeugungskosten selbst und erlaubt effiziente Investitionsentscheidungen. Zum einen motiviert der Wettbewerb Betreiber und Projektentwickler zu effizienterer Planung, um höhere Margen zu erzielen. Zudem stärkt die Transparenz das Vertrauen von Investoren und anderen Geschäftspartnern in Erzeuger und Verbraucher. So können risikoinduzierte Kapitalkosten minimiert werden. Beides bewirkt einen weiteren Verfall der Gestehungskosten von grünem Strom.
Volkswirtschaftlicher Aspekt | Nutzen / Wirkung |
|---|---|
Marktliquidität & Standardisierung | Günstigere Transaktionen, fairere Preise, breitere Marktteilnahme |
Risikoabsicherung | Geringeres Kapitalrisiko, stabilere Preise für Investoren |
Wettbewerb & Kosten | Mehr Anbieter, weniger Machtkonzentration, |
Energiewende | Anreiz für Investitionen in Grünstromanlagen, |
PPA-Transparenz & Effizienz | Bessere Vertragsstrukturen, planbare Preise, |
Fazit: Liquide PPAs machen erneuerbaren Strom zur Commodity
Liquid PPAs sind handelbare Stromlieferverträge. Durch ihre Standardisierung, Handelbarkeit und die Anbindung an transparente Preisindizes ermöglichen sie sowohl Erzeugern als auch Abnehmern planbare, faire und dynamisch anpassbare Verträge.
Zentrales Element ist die Kombination von Erzeugungspools, die eine faktische Risikoreduktion bewirken, mit öffentlich einsehbaren Indizes, die transparentes Hedging (finanzielle Risikoreduktion) erlauben. Die Bereitstellung von Tranchen des Pools in Form von Liquid PPAs an wettbewerblichen Handelsplätzen erhöht nicht nur die Verfügbarkeit, sondern auch den Wettbewerb mit all den volkswirtschaftlichen Vorteilen, die mit einem kompetitiven Marktumfeld einhergehen.
Damit sind Liquid PPAs ein wichtiger Entwicklungsschritt auf dem Weg zu einem effizienteren, flexibleren und transparenteren Strommarkt. Grüner Strom erhält durch sie zunehmend den Charakter einer Commodity: eines homogenen, austauschbaren und leicht handelbaren Wirtschaftsguts.
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